Hude - Der grüne Saum zur Ulmenstraße bleibt so, wie er ist. Hier werden keine Bäume gefällt oder Sträucher entnommen, erklärt der Huder Baumsachverständige Helmut Titschack. Die Buchen, die an der Straßenseite der ehemaligen katholischen Schule stehen, sind laut Titschack wohl nach dem Krieg gepflanzt worden und dürften etwa 70 Jahre alt sein. Auch Linden stehen auf dem Grundstück. Sie sind um die 80 Jahre alt und sollen ebenfalls geschützt werden, wie auch eine alte Rosskastanie und eine Hainbuche. Privat-Forstrat Titschack wurde sehr frühzeitig vom Schulamt des Landkreises Oldenburg mit eingebunden in die Neubaupläne.
Was ist geplant?
Bekanntlich will der Landkreis Oldenburg rund 4,6 Millionen Euro in die Erweiterung seiner Förderschule Vielstedter Straße in Hude investieren. Weil am Hauptstandort an der Vielstedter Straße/Ecke Ulmenstraße kein Platz mehr vorhanden ist, hat der Landkreis von der Gemeinde Hude das Grundstück an der Ulmenstraße, auf dem bis zum Umzug in das Schulzentrum Süd die katholische Grundschule zu Hause war, für 150 Euro pro Quadratmeter erworben. Die alten Schulräume werden derzeit von der Förderschule als vorübergehende Notlösung schon genutzt. Das Gebäude soll aber komplett abgerissen werden und einem Neubau weichen, der Platz schafft für die Förderschule. Diese platzt an ihrem Hauptstandort aus allen Nähten. Container wurden zusätzlich aufgestellt.
Aufgrund des steigenden Bedarfs an Förderschulplätzen soll deshalb ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Nutzfläche von insgesamt 2315 Quadratmetern für neun allgemeine Unterrichtsräumen nebst Räumen für Differenzierung, Therapie und Fachunterricht auf dem Grundstück an der Ulmenstraße errichtet werden.
Das neue Gebäude wolle man so anordnen, dass auf den vorhandenen, erhaltenswerten Baumbestand Rücksicht genommen werde, hatte der Landkreis betont, als die Pläne in den Gremien beraten wurden. Baum-Rat Helmut Titschack hat sich alles genau angeschaut. Die erhaltenswerten Bäume sollen während der Bauphase zusätzlich geschützt werden. Aber es gibt auch Bäume, die Titschack mit einem roten Punkt versehen musste. Diese werden gefällt, um den Neubau zu ermöglichen. Das gilt vor allem für die Grünfläche hinter dem alten Schulgebäude, angrenzend an das Grundstück des Waldorfkindergartens Sonnenweg.
Wann wird gefällt?
Mit der Fällung der Bäume wurde Titschack mit seinem Team beauftragt. Die Arbeiten sollen am Wochenende vor den Zeugnisferien beginnen, um den Schulbetrieb möglichst wenig zu stören. Kreisschulamtsleiter Mail Ehlers rechnet damit, dass schon in diesem Frühjahr mit dem Abriss der alten Gebäude das Neubauvorhaben starten kann.
Wie ist der Zeitplan?
Ziel sei es, zum Beginn des Schuljahrs 2021/2022 die neuen Räume beziehen zu können. Bis dahin müssen die Klassen, die in dem alten Gebäude Schule untergebracht sind, am Hauptstandort unterkommen. Das werde eng für eine Übergangszeit. Platz für mehr Container gebe es dort auf dem Grundstück des Hauptstandortes nicht mehr, so Maik Ehlers.
