Hude - Mundschutzmasken sind in der Coronakrise rar und fehlen meistens dort, wo sie dringend gebraucht werden. So auch in der Diakonie-Sozialstation Hude. Die 25 Mitarbeiter pflegen 120 Patienten, die im Schnitt 80 Jahre alt sind. Um der Sozialstation unter die helfenden Arme zu greifen, hat sich die Huderin Ursula Budde hinter ihre Nähmaschine gesetzt und angefangen, Mundschutzmasken anzufertigen.

„Wir versorgen die Patienten zu Hause. Sie und unsere Mitarbeiter möchten wir schützen“, sagt Pflegedienstleiterin Elisabeth Loch. Weil es keine Mundschutzmasken mehr zu kaufen gibt, kam Loch auf die Idee, sie in Hude nähen zu lassen und hat sich an Budde gewandt.

Die 68-jährige gelernte Damenmaßschneiderin hat eine Änderungsschneiderei und kennt Elisabeth Loch durch das Erzählcafé der Sozialstation. Vor vier Tagen hat die Pflegedienstleiterin Ursula Budde angerufen und um ihre Hilfe gebeten. Die musste nicht lange überlegen und hat sich gleich hinter ihre Nähmaschine gesetzt.

Mit einer Anleitung aus dem Internet hat Budde einen Prototyp genäht: „Ich habe das Muster aus der Anleitung ausgeschnitten und die Falten eingebügelt. Dann kam um das Muster ein Schrägband und an jeder Seite der Maske Gummischlaufen für die Ohren“, erklärt sie. Als Material für die Maske hat sich die Huderin für Baumwolle entschieden. Der Grund: Die Masken müssen bei 95 Grad gewaschen oder abgekocht werden, um sie zu desinfizieren. Dafür ist Baumwolle gut geeignet. Seitdem hat die 68-Jährige bereits 20 Masken angefertigt und übergeben. Am Mittwoch kamen weitere zehn Stück dazu. Um die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise einzuhalten, werden die Masken ohne direkten Kontakt übergeben. „Die Masken sind bereits in Benutzung, und die Mitarbeiter sind zufrieden damit“, sagt Loch. Die Patienten freuen sich, dass sich die Mitarbeiter der Sozialstation schützen und fühlen sich selbst auch sicherer.

Budde hat sich dazu entschieden, die Masken zu spenden. „Wer uns unterstützen will, jede Hilfe ist willkommen“, sagt Michael Groß, Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstationen im Oldenburger Land. Dabei sei es egal, ob in Form von Mundschutzmasken oder Materialien. Die Huder Station ( t  04408/60707 oder elisabeth.loch@diakonie-ol.de) freut sich über Hilfsangebote und Budde über Materialspenden und auch Menschen, die eine Nähmaschine zu Hause haben und helfen möchten. Für Materialspenden hat Budde eine Kiste vor ihre Haustür (Friedrichstraße 30) gestellt Sie ist unter t  04408/989127 oder t  0171/5344041 erreichbar.