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Wandern In Hude So bleibt man mit Gehen fit

Nina Janssen

Hude - Der Sand knirscht unter den Füßen, eine leichte Brise weht durch die Bäume hindurch – in „Bornemann’s Fuhren“an der Lerchenstraße in Hude ist es morgens ganz ruhig. Das ist einer der vielen grünen Oasen, in der Lisa Aschmoneit gerne mit ihren Hunden spazieren geht. Zwei Stunden nimmt sich die Huderin dafür täglich Zeit – und hält sich so fit.

Wandern wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Wie und warum, das erklären Carsten Rosenthal vom Huder Fitnessstudio Fit4Life und Brigitte Klattenhoff, Walking-Trainerin beim TV Hude. Unsere Zeitung hat sich mit den drei Hudern an jeweils einem der vielen Wanderwege in Hude getroffen, und über das Wandern als Gesundheitsprävention gesprochen. Die Touristik-Palette Hude gibt Tipps für schöne Wanderwege (siehe Infobox).

Am Huder Bach

Hude hat viele Wanderwege zu bieten – Zum Beispiel:

Huder Bach: Der Wanderweg am Huder Bach entlang startet an der Klostermühle. Die Burgstraße wird überquert, sodass man bis zum Skulpturenufer wandern kann. Die Strecke ist etwa drei Kilometer lang.

Nordenholzer Moor: Ins Nordenholzer Moor gelangt man beispielsweise über die Königsstraße (siehe Karte). Von dort kann man rechts abbiegen und den Geestrandgraben entlang laufen. Dem Weg folgen, Friedrichstraße queren, weiter geradeaus auf Preußenweg, rechts folgen, dann links in den Hochmoorweg abbiegen. Links „In den Späten“ hoch und wieder links auf den Preußenweg zurück in Richtung Königsstraße. Etwa drei bis vier Kilometer läuft man. Diesen Wanderweg kann man auch am kleinen Klosterweg beginnen. Dann kommen schätzungsweise vier Kilometer hinzu.

Reiherholz: Der Wald „Reiherholz“ hat eine Fläche von etwa 500 Hektar. Dort sind verschiedene Touren möglich, kleinere wie längere. Parken kann man beispielsweise auf einem ausgeschilderten Parkplatz, der von der Linteler Straße angefahren werden kann.

Alter Postweg: Von der Hurreler Straße kommt man auf „Am Postweg“. Von dort kann man schöne Wandwege laufen, teilweise durch den „Kleinen Reiherholz“ bis zum Sandersfelder See und zurück. Hin und zurück läuft man dann etwa acht Kilometer.

Hasbruch: Der Hasbruch ist einer der beliebtestens Wandergebiete in Hude. Auf etwa 630 Hektar gibt es verschieden lange ausgeschilderte Strecken zu laufen.

Mit Carsten Rosenthal vom Fitnessstudio geht es am „Huder Bach“ entlang. Von der Klostermühle bis zum Skulpturenufer sind es etwa drei Kilometer, vorbei an Wiesen und Feldern. „Wandern ist ein erster Schritt, den Körper zu mobilisieren“, sagt er. Das Herz-Kreislauf-System kommt in Gang, die Durchblutung wird gefördert und die Gelenke werden bewegt. Die Muskulatur wird vor allem in den Waden, Oberschenkeln und im Gesäß gestärkt. Wer regelmäßig seine Runden drehe, stärke laut Rosenthal das Immunsystem. Der Vorteil beim Wandern sei, so Rosenthal, dass „der Körper frischen Sauerstoff aufnehmen kann“. Außerdem sei diese Art von Bewegung wenig anfällig für Verletzungen.

Den positiven Effekten auf die Psyche misst er hohe Bedeutung bei: „Wandern streichelt die Seele. Man ist in der Natur, und man kommt ein bisschen zum Ursprünglichen zurück. Das wirkt auch gut gegen Stress.“

Im Nordenholzer Moor

Walking-Trainerin Brigitte Klattenhoff ist – allein ihrer Tätigkeit geschuldet – viel draußen in Bewegung. Bei einer Tour ins schöne und grüne Nordenholzer Moor am Wanderweg Geestrandgraben, kommt sie leicht ins Schwärmen. Wer regelmäßig wandere, spüre schnell die ersten positiven Auswirkungen. „Der Körper muss arbeiten, und dadurch gewinnt er Stabilität“, sagt die Huderin. Die Ausdauer werde trainiert, und das zügige Gehen durch die Landschaft sei gut für die Lunge, „man atmet anders“.

Besonders schön sei es, „in der Natur zu sein, und die Natur wahrzunehmen“, so Klattenhoff. „Schwere Gedanken werden dabei leichter“, spielt sie auf die psychischen Effekte des Wanderns an. Auch die Sonneneinstrahlung sei wichtig für den Körper. Vitamin D wirkt sich auf die Stimmung aus. Für die Gesundheitsprävention spielt laut Klattenhoff die Regelmäßigkeit eine große Rolle. Sie empfiehlt, zwei bis drei Mal die Woche täglich eine Stunde zügig zu gehen.

Nicht zu unterschätzen: der soziale Aspekt. „Wandern führt zu Kommunikation“, weiß Klattenhoff aus Erfahrung. An der frischen Luft sei mal wieder Zeit für längere und tiefere Gespräche.

Nicht leistungsorientiert

„Wandern ist nicht leistungsorientiert“, betont bei allem Positiven Carsten Rosentahl. Um richtig Muskeln aufzubauen, brauche der Körper Widerstand. Wer sportlich gesehen „fit werden will, muss mit dem Puls höher kommen“, sagt er. Optimal wäre, das Wandern mit Fitness- und Gymnastikübungen zu verbinden. Das gehe auch im Freien, beispielsweise mit Kniebeugen und Liegestützen. „Bei anspruchsvollen Wanderstrecken und Steigung ist die Belastung natürlich viel höher“, weiß der Huder.

Bei Wind und Wetter

So macht es auch Lisa Aschmoneit. Neben dem täglichen Spazieren geht sie zur Wassergymnastik und zum Seniorensport. „Ein großer Garten kommt noch hinzu“, sagt sie und lacht. Beim Wandern genießt sie es, „den Kopf frei zu kriegen und nachdenken zu können“. Sie ist überzeugt, sich damit fit zu halten. Und: „Wer bei Wind und Wetter geht, härtet ja auch ab.“

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