Jade - Überraschende Wende im Jader Haushaltskrimi: Andreas Pöpken, Kämmerer der Gemeinde Jade, hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus einen neuen Haushaltsplan vorgelegt, der nach dem Stand der Dinge eine deutliche Mehrheit bei der Gemeinderatssitzung am 18. Dezember, 18 Uhr, Walter-Spitta-Haus, finden dürfte.
Noch vor Wochen klaffte im Haushaltsplan für das Jahr 2020 ein riesengroßes Loch von rund 200 000 Euro. Und ein Minus kann sich die Gemeinde nach der kapitalisierten Bedarfszuweisung in Höhe von 1,540 Millionen Euro vom Land Niedersachsen nicht mehr erlauben. „Der Haushalt 2020 knirscht und ist eng gestrickt“, betonte Andreas Pöpken im Fachausschuss.
|
Wie sieht das Zahlenwerk konkret aus |
? |
Nach dem derzeitigen Stand der Dinge stehen im Ergebnishaushalt Einnahmen von 9 661 400 Euro Ausgaben von 9 640 600 Euro gegenüber. Das ergibt nach Adam Riese ein Plus von 20 800 Euro. Dieses Plus wurde unter anderem möglich, weil der Bauausschuss den Rotstift angesetzt hatte. So wird unter anderem auf Planungsmittel für die Linksabbiegespur in Jaderberg in Höhe von 25 000 Euro verzichtet.
Die Steuerhebesätze, die im Vorjahr drastisch erhöht wurden, bleiben nach den Planungen Pöpkens stabil. Sie Sätze betragen bei der Grundsteuer A und B 495 Punkte, bei der Gewerbesteuer 450 Punkte.
Auch für die kommenden Jahre wird nach den Planungen ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. Im Jahr 2021 mit 5500 Euro, im Jahr 2022 mit 14 000 Euro und im Jahr 2023 mit 52 200 Euro.
|
Was passiert mit dem Stellenplan |
? |
Die bereits so gut wie beschlossene befristete Wiederbesetzungssperre in der Verwaltung ist vom Tisch. Der Personalrat hatte zuvor erklärt, dass eine solche Besetzungssperre rechtlich nicht möglich ist. Und auch für die Zukunft des Bauhofs hat der Personalrat einen Vorschlag entwickelt, wie man kostengünstig eine Wiederbesetzungssperre umgehen kann.
