Jeverland - 116 Betreuungsplätze an der Hammerschmidtstraße, 33 in der Krippe Schützenhofstraße und weitere 80 am Schurfenser Weg: Die Stadt Jever hat innerhalb von knapp drei Jahren ihr Angebot an Krippen und Kindergärten massiv erhöht.
Es ist nicht leicht für die Städte und Gemeinden: Kinder haben ein Recht auf einen Kita-Platz, das neue niedersächsische Schulgesetz erlaubt, Kinder später einzuschulen, und die Beitragsfreiheit in den Kindergärten Kita lässt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen zusätzlich steigen.
Kindergarten-Plätze in Jever
Freie Plätze sind in den Kindergärten Jevers – sowohl in den städtischen als auch in denen des Diakonischen Werks – ganz rar. „Wir kommen aber so gerade durch das sprichwörtliche Nadelöhr“, sagt Andre Heeren von der Stadtverwaltung.
So konnten fürs neue Kindergartenjahr ab 1. August oftmals nicht die Elternwünsche auf Aufnahme in eine bestimmte Kindertagesstätte erfüllt werden: Teilweise mussten Kinder aus Cleverns und Moorwarfen auf Kindergärten im Zentrum verteilt werden.
Bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Kindertagesstätte am Schurfenser Weg zum 1. Februar 2020 hat die Stadt mit der Beibehaltung des Containers am Kindergarten Klein Grashaus und der vorübergehenden Übernahme des Sonnenkäferhauses Übergangslösungen geschaffen. „Damit konnten wir alle aktuellen Betreuungswünsche bzw. Bedarfe vorerst erfüllen. Doch für jetzt noch eingehende Anmeldungen wird es schwierig“, so Heeren.
Kindergarten-Plätze in Schortens
Da für die Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen ein Rechtsanspruch besteht, gibt es auch in Schortens keine Warteliste – die Kindergärten müssen die Kinder aufnehmen. Um ausreichend Plätze vorhalten zu können, stellt die Stadt am Standort Jungfernbusch zurzeit Container auf für eine dreigruppige Kita: „Sie wird ab August mit zwei zusätzlichen und ab voraussichtlich Oktober mit einer weiteren dritten Gruppe in Betrieb gehen“, sagt Anja Müller von der Stadtverwaltung Schortens.
Auch beim Krippenangebot hat Schortens am Standort Oestringfelde zusätzliche Kapazitäten – übergangsweise mit Containern geschaffen: Dort gehen Mitte August drei zusätzliche Gruppen in Betrieb. „Auf der Warteliste stehen nur noch Kinder, die erst im Lauf der nächsten Monate ein Jahr alt werden und dann einen Platz brauchen“, so Müller.
Insgesamt sei die Vergabe der Plätze relativ entspannt gelaufen, allerdings konnte in einigen Fällen der Wunsch-Kita nicht zugesagt werden. „Besonders der Standort Oestringfelde und auch die ev. Kita Heidmühle sind sehr gefragt. Da mussten nun einige ausweichen auf die neue Kita Jungfernbusch. Das hat letztendlich aber gut geklappt“, berichtet Anja Müller.
Auch die Aufnahme der „Sonnenkäfer-Kinder“ aus Jever mit Wohnsitz in Schortens habe gut geklappt. Damit einige Kinder nicht erst für wenige Monate noch in die Krippe und anschließend in eine Kita wechseln müssen, ist eine der drei Gruppen in der Krippe Oestringfelde eine altersübergreifende Gruppe: So können die jetzt zwei Jahre alten Sonnenkäfer auch mit drei Jahren und älter dort bleiben.
Kindergarten-Plätze in Sande
In der Gemeinde Sande gibt es aktuell noch einige freie Kindergartenplätze. Doch die Krippen sind bereits voll – im ev. Kindergarten Sande stehen sogar neun Kleinkinder auf der Warteliste, berichtet Bürgermeister Stephan Eiklenborg. Vier freie Plätze in der Regelgruppe der ev. Kita, drei in der „Schatzinsel“ in Cäciliengroden und vier freie Regelplätze in der Kita „Kunterbunt“ in Neustadtgödens: „Wir gehen davon aus, dass diese Plätze zum 1. August noch besetzt werden“, so Eiklenborg.
Kindergarten-Plätze in Wangerland
Auch im Wangerland gibt es noch freie Plätze: „In den Kitas Waddewarden, Hooksiel und Tettens sind wir voll“, sagt Markus Gellert von der Gemeindeverwaltung. Doch in Horumersiel gibt es noch vier Plätze und in Hohenkirchen sogar 13 – dort war die Kapazität deutlich erhöht worden. Die Elternwünsche konnten alle erfüllt werden. „Wir freuen uns besonders, dass Waddewarden voll ist – dort gab es in den vergangenen Jahren immer freie Plätze“, so Gellert.
