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Tod Des Aussteigers: Werner Bodeits Hunde warten im Auricher Tierheim

16.08.2019

Aurich /Friesische Wehde Wenn Werner Bodeit durch Ostfriesland getingelt ist, sind neben seinem selbst gebauten Wagen auch immer seine Hunde mit dabei gewesen. Die Vierbeiner und er waren wie eine Familie. Anfang August war der 56-Jährige tot in seiner Unterkunft in Forlitz-Blaukirchen aufgefunden worden. Die Nachricht vom Tod Bodeits hat viele betroffen gemacht, vor allem die Einwohner des 200-Seelen-Ortes in Südbrookmerland. Viele fragten sich zudem, was nun mit den Hunden passiert, Bodeits treuen Begleitern. Das Schicksal der Tiere bewegte die Menschen, auch in den sozialen Netzwerken.

Am Abend des 5. August, so schildert es Andrea Kerzel, Leiterin des Tierheims Aurich, im Gespräch mit der OZ, erhielt sie vom Bauhof Südbrookmerland einen Anruf, der vier Hunde in Obhut genommen hatte. Es handelte sich um die Tiere Bodeits.

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Am nächsten Tag fuhren Kerzel und ihre Kolleginnen zum Bauhof, wo die Hunde in einem Notfallzwinger untergebracht waren. Ursprünglich wollten sie nur die beiden Hündinnen aufnehmen, erzählt Kerzel. Da sich die beiden Rüden jedoch nicht miteinander vertrugen, seien schließlich einer der Rüden und die zwei Hündinnen ins Tierheim Aurich gekommen, der andere Rüde ins Tierheim Hage.

Während sich die drei Hunde Max, Luna und Anka gut an ihr neues Zuhause in Aurich gewöhnten, so die Leiterin des Tierheims, fehlte Jeronimo in Hage sein bisheriges Rudel. Deshalb seien jetzt alle vier Hunde in Aurich untergebracht. Allerdings nicht zusammen in einem Gehege, denn die beiden Rüden vertragen sich nach wie vor nicht. „Das liegt an den Umständen, am ganzen Stress“, erklärt Kerzel und fügt hinzu, die Tiere hätten mit Bodeit praktisch ein Familienmitglied verloren. Also bilden nun Max und Luna eine Wohngemeinschaft, ebenso Jeronimo und Anka. Die Tierheimleiterin berichtet: „Den Hunden geht es gut. Sie sind sozial und hängen sehr aneinander.“

Noch sind die Vierbeiner aber nicht zur Vermittlung freigegeben. „Die medizinischen Untersuchungen laufen noch.“ In den nächsten Wochen wollen Kerzel und ihre Mitarbeiter testen, wie die Tiere in unterschiedlichen Situationen reagieren. „Was wir schon wissen, ist, dass alle stubenrein sind und das Autofahren toll finden. Aber sie können nicht allein zu Hause bleiben, das kennen sie nicht.“ Die Tiere sollten nicht ein eine Familie mit kleinen Kindern kommen. Noch sei unklar, ob die Hunde allein vermittelt werden können oder ob sie zu zweit abgegeben werden müssen. Möglich wäre auch, einen der Rüden und die beiden Hündinnen zusammen zu lassen. Eher unwahrscheinlich sei, dass die beiden Rüden miteinander auskommen.

Bis es aber so weit ist und die Tiere für die Vermittlung freigegeben werden, könnten drei Monate vergehen, sagt Kerzel und bittet alle Interessierten, so lange von Anfragen abzusehen.

„Wer aber mehr über Max, Jeronimo, Luna und Anka weiß, den bitten wir, sich bei uns per E-Mail an info@tierheim-aurich.info zu melden“, sagt Kerzel.

Denn es seien keine Dokumente mit näheren Informationen zu den Tierengefunden worden. Selbst die Namen der Hunde hätten sie nur aus alten Zeitungsartikeln über Werner Bodeit erfahren.

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