Als vor rund einem Jahr der Rat der Gemeinde Großenkneten den Wahltermin am 6. Dezember 2020 festgelegte, hat manch einer leicht geschmunzelt: eine Bürgermeisterwahl ausgerechnet am Nikolaustag. Nicht einer hat damals ahnen können, wie sehr sich die Welt in den folgenden Monaten verändern würde. So ist der Urnengang am Sonntag plötzlich ein demokratisches Ereignis in Zeiten der Corona-Pandemie geworden: ein „Wahlkampf“ auf Abstand, ein Urnengang mit Maske und Desinfektion.

Wem der Gang ins Wahllokal zu heikel war, der konnte die Briefwahl nutzen. Daher: Die 42,45 Prozent Wahlbeteiligung sind einfach sehr schlecht. Wetter und Corona: kein bisschen ein Grund, sich nicht zu beteiligen. Dass der hohe Anteil von rund 2535 EU-Bürgern unter 13 002 Wahlberechtigten ein gehöriges Stück zur geringen Beteiligung beträgt, darf allerdings nicht übersehen werden.

Auch wenn also nur die „Minderheit“ gewählt hat: Sie hat Bürgermeister Thorsten Schmidtke am 6. Dezember einen überragenden Vertrauensbeweis beschert. Fast 80 Prozent sind eine gewaltige Unterstützung für den Amtsinhaber. Ein Geschenk zum Nikolaustag.

Zudem zu beachten: Kandidat Carsten Grallert hat sich inhaltlich sehr ins Zeug gelegt und manchen nachdenkenswerten Vorschlag eingebracht. Der Bürgermeister reagierte darauf mehrfach und spielte eine seiner Stärken aus: unparteiischer Blick auf die Dinge und Offenheit für Anregungen jeglicher Couleur.

Ulrich Suttka über die Wahl am

Nikolaustag

Ulrich Suttka
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