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Kraft schöpfen aus der Geschichte

20.04.2019

Bremen Am Ostermontag müsste jeder eingefleischte Werder-Fan eigentlich kurz innehalten und sich tief verneigen. Denn just an diesem 22. April ist Jubiläum. Es jährt sich zum zehnten Mal der Beginn jener HSV-Festwochen, die in Bremen noch allgegenwärtig sind: Viermal in 19 Tagen gegen die ungeliebten Hamburger, und am Ende stand der totale Triumph: im Uefa-Cup, DFB-Pokal und der Meis­terschaft. Hosianna, auch dank einer Papierkugel!

Irgendwie trifft es sich ganz gut, dass aus gegebenem Anlass gerade jetzt die Erinnerung an diese Serien-Duelle aufflackert. Jetzt, da auch mit dem FC Bayern eine Mehrfach-Veranstaltung innerhalb eines engen Zeitfensters ansteht. Ist zwar nicht vier Mal in 19 Tagen, aber immerhin zwei Mal in fünf Tagen. Und so verbindet sich mit der Story von 2009 irgendwie die Hoffnung, dass sie dem Team von 2019 Flügel verleihen könnte.

Aus dem aktuellen Werder-Tross haben noch Claudio Pizarro und Frank Baumann direkten Bezug zu den Vorgängen von damals. Beide glänzten als Torschützen in dem unvergessenen UEFA-Cup-Rückspiel, als die ominöse Papierkugel den Weg des Balles so sehr veränderte, dass er einem HSV-Verteidiger unkontrolliert ans Bein sprang und daraus ein Eckstoß entstand. Ausgerechnet Werders heutiger Sportchef nutzte die anschließende Gelegenheit zum vorentscheidenden 3:1.

Zwei wegweisende Duelle

Kraft schöpfen aus der Geschichte. Das könnte ein möglicher Weg vor der Bayern-Mission sein. Die Herren Pizarro und Baumann würden in diesem Fall vielleicht sogar mal gerne von früher erzählen. Quasi als motivatorische Grußadresse an die Mannschaft. Ansonsten? Realistisch rangehen, und dennoch nicht vor Respekt erstarren wie das Kaninchen vor der Schlange. Auch in dieser Hinsicht hat der ewige Claudio schon die Richtung vorgegeben, als er sagte, dass grün-weiß nicht wirklich das Wunschlos der Bayern gewesen sei. Vor Jahresfrist wäre so ein Satz noch milde belächelt worden, jetzt aber kennzeichnet er das neue Werder: Brust raus, Kopf hoch, wir sind wieder Wer. Karl-Heinz Rummenigge scheint den Gegner wirklich ernst zu nehmen. Sonst hätte er nicht genau vor den beiden Spielen das Job-Angebot für Pizarro rausgeschickt. Kleines Störfeuer nach Bayern-Art, um ein wenig Unruhe zu stiften.

Und wenn es doch zwei Mal schief geht? Dann wäre das eigentlich der Normalfall und nicht dazu geeignet, den Stab drüber zu brechen. Klitzekleines Problem dabei: Der Club würde die Europa-League innerhalb von fünf Tagen wieder ein Stück weit aus den Augen verlieren. Und falls das erklärte Saisonziel am Ende wirklich verpasst wird, fehlt auch ein starkes Argument bei den Vertragsgesprächen mit Max Kruse. Insofern stehen also tatsächlich zwei wegweisende Duelle mit Bayern an.

Zurück im bundesweiten Blickfeld

Ganz generell aber muss sich derzeit niemand Sorgen machen im weiten Werderland. Denn mit oder ohne Europa: In der Chefetage basteln sie schon weiter an der Zukunft. So wird die Rückkehr von Niklas Füllkrug immer realistischer. Hannovers Boss Martin Kind hat bereits Signale gesandt, dass bei der Ablösesumme Bereitschaft zur Einigung herrscht, und Frank Baumann kann das vielleicht schon am Sonntag bestätigen. Dann ist er um 10.45 Uhr zu Gast bei mir auf Sky Sport News HD.

So ein überregionaler TV-Auftritt zeigt auch auf, dass ein Kräftemessen mit Bayern inzwischen wieder bundesweite Beachtung findet – wie früher. Wenn dieses Spiel in doppelter Ausführung daherkommt, erregt es doppelte Aufmerksamkeit. Zur Bremer Glückseligkeit fehlt dann nur noch ein Erfolgserlebnis – wenigstens eins. Zur Not darf dafür auch gerne wieder eine Papier­kugel herhalten. Sie liegt bereit. Werder müsste sie nur aus dem hauseigenen Museum holen...

Jörg Wontorra (70)

war Sportchef bei Radio Bremen, Aufsichtsrat bei Werder und ist Moderator des Sky-Talks „Wontorra“. Im wöchentlichen Wechsel mit Lou Richter, Thomas Eichin, Christian Stoll und Klaus-Dieter Fischer schreibt er, was ihm im Bundesliga-Geschehen aufgefallen ist.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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