• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Mehr als 185 Tote nach Explosionen in Sri Lanka
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 38 Minuten.

Liveblog Nach Anschlag Auf Hotels Und Kirchen
Mehr als 185 Tote nach Explosionen in Sri Lanka

NWZonline.de Plus Mein Werder

Mit Kontrolle und dem Piza-Effekt

15.04.2019

Bremen Werder-Trainer Florian Kohfeldt wechselte im Vergleich zum Gladbach-Spiel auf zwei Positionen: In der Innenverteidiger-Rotation bekam Milos Veljkovic den Vorzug vor Sebastian Langkamp, während Yuya Osako den verletzten Johannes Eggestein ersetzte.

An der Grundordnung hielt Kohfeldt dagegen fest: Gegen den Ball versuchte es Werder mit einem 5-2-3, mit Nuri Sahin zwischen den beiden Innenverteidigern Veljkovic und Niklas Moisander und den gewohnten Flügelverteidigern Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson. Maximilian Eggestein und Davy Klaasen übernahmen den zentralen Bereich vor der Abwehr, Max Kruse die Zehn und Milos Rashica und Osako agierten als Angreifer. Mit dem Ball formte sich Werder dagegen meist in das klassische 4-4-2 mit Raute um mit Sahin auf der Sechs.

Freiburg musste angesichts von acht verletzten oder gesperrten Spielern enorm improvisieren und auf drei Positionen umbauen. Vor allem aber verordnete Trainer Christian Streich seiner Mannschaft ein sehr defensiv interpretiertes 5-3-2, das auf Torsicherung und schnelle Umschaltmomente nach Ballgewinnen ausgelegt war.

Freiburg bekämpft Werders Stärken

Schon früh sollte sich der zu erwartende Charakter des Spiels zeigen. Freiburg, das beim bizarren 0:5 in Mainz in der Vorwoche rund 70 Prozent Ballbesitz hatte, überließ Werder den Ball und verschanzte sich fast durchgängig mit allen zehn Feldspielern in der eigenen Hälfte. In einer Mischung aus tiefem Mittelfeld- und Abwehrpressing erwarteten die Gäste die Bremer Angriffe und störten den Gegner erst ab Höhe der Mittellinie.

Freiburg konzentrierte sich dabei auf zwei grundlegende Aspekte: Max Kruse als größte Bedrohung wurde spätestens 30, 40 Meter vor dem Tor in eine Art Manndeckung genommen. Sobald Werder ins Übergangsdrittel kombinierte oder dribbelte und Kruse seine Auftaktbewegung machte, rückte sofort ein Freiburger Mittelfeldspieler eng an Werders Kapitän heran. Im Zentrum war das zumeist Amir Abrashi, der aggressiv herausrückte und Kruse schnell störte.

Und Werders Überladungen auf der linken Angriffsseite wirkte Freiburg mit einem engmaschigen Verbund entgegen: Mit Achter Janik Haberer, Flügelverteidiger Pascal Stenzel und dem rechten Innenverteidiger Nico Schlotterbeck hatten die Gäste drei Spieler eng und tief zusammengezogen auf der rechten Abwehrseite, um für die Ausweichbewegungen von Kruse gewappnet zu sein.

Freiburg war aufmerksam beim Durchsichern und konnte mit seinen Halbverteidigern auch immer wieder nach vorne preschen und vordecken, ohne dabei eine zu große Lücke im Rücken des Verteidigers preiszugeben. Werder hatte kaum Probleme im Ballvortrag und war auch ganz gut im Positionsspiel, es fehlten aber ein wenig die Bewegungen der Angreifer zum Ball, um sich kurz anzubieten und gleichzeitig einen anderen Spieler in die Tiefe zu schicken.

Sehr gute Konterabsicherung

Durch die sehr tiefe Positionierung der Freiburger Abwehrkette auf Höhe der Strafraumgrenze gab es kaum Platz im Rücken der Abwehr und keinerlei Tiefe im Bremer Spiel. Mit ein paar guten, schnellen Seitenwechseln von rechts auf die linke Seite (durch Veljkovic) bekam Werder zwei, drei Mal eine kurzzeitige Eins-zu-Eins-Situation (von Augustinsson), schaffte aber den Durchbruch nicht. Ansonsten fehlte es an den gegengleichen Läufen, um entscheidende Lücken in Freiburgs Reihen aufzuziehen. Die besten Chancen hatte Werder nach Flanken und einem Fernschuss.

Im Spiel gegen den Ball spielte Werder in der ersten Halbzeit dagegen fast fehlerlos. Die Mannschaft war mutig genug, im eigenen Ballbesitz nachzurücken und Freiburg deshalb selbst bei einem Ballverlust sofort wieder unter Druck setzen zu können. Das Gegenpressing griff, viele zweite Bälle landeten bei Werder und die Gäste kamen erst gar nicht in die gewünschten Umschaltmomente, die Freiburg schnell auf die ballferne Seite verlagern und von da aus durchbrechen wollte.

Der linke Flügelverteidiger Christian Günter sollte dabei eine entscheidende Rolle einnehmen und hoch lauern - aber Günter bekam in der Offensive so gut wie nie den Ball, weil sich Freiburg aus dem Bremer Druck nicht befreien konnte. Dass die Gäste trotzdem eine dicken Chance durch Vincenzo Grifo hatten, war Veljkovic‘ schlechtem Stellungsspiel geschuldet, der sich von einem erwartbaren Zuspiel in die Tiefe einfach überrumpeln ließ.

Werder wird schlampig

In der zweiten Halbzeit veränderte sich an den Herangehensweisen der beiden Mannschaften nicht viel, wohl aber die Umsetzung auf Bremer Seite. Werder hatte zunächst die bis dato beste Chance durch Klaassen nach einem Umschaltmoment, wurde in der Folge mit zunehmender Spieldauer ungeduldiger und damit auch fahriger. Werder warf in einigen Situationen sein Positionsspiel über Bord und versuchte es mit schlecht vorbereiteten Bällen in die Tiefe - die durch anschließende schlechtere Konterabsicherung zu einer latenten Gefahr wurden.

Weil die Innenverteidiger und Sahin nicht zügig nachrückten und sich sofort Gegenspielern zuordneten, hatte Freiburg in den Momenten des Bremer Ballverlustes ein paar ruhige Momente zu viel, um sich nicht nur zu befreien, sondern im Ansatz auch brandgefährlich durchs Mittelfeld zu ziehen und in Gleichzahl anzugreifen. Werder lud die Gäste in diesen Minuten der Partie förmlich zum Kontern ein, Freiburg nahm die Bremer Geschenke aber nicht an und verschlampte die meisten Angriffe schon mit dem ersten oder zweiten Pass.

Mit Pizarro kommt die Ordnung

Kohfeldt nahm nach etwas mehr als einer Stunde den guten, aber müder werdenden Osako vom Platz und brachte mit Claudio Pizarro den perfekten Spieler für diese brenzlige Phase. Mit Pizarro kam nicht nur schnell wieder Ruhe und Struktur ins Bremer Spiel und eine andere Gegnerbindung, sondern auch die nötige Torgefahr. Nach der einzigen Freiburger Chance der zweiten Halbzeit, die der eingewechselte Stefanos Kapino stark parierte, war Klaassens Führungstreffer so etwas wie der Öffner der Partie.

Streich reagierte zehn Minuten vor dem Ende mit zwei Wechseln und der Umstellung auf ein 4-3-3. Sofort schob Freiburg höher raus und war gerade dabei, Druck aufzubauen, als Werder einen sauberen Konter fuhr und im Anschluss an dieser nach einer Ecke zum 2:0 traf. Der Freiburger Anschluss Sekunden vor dem Ende kam zu spät, um nochmal wirklichen Druck auf Bremen aufzubauen.

Freiburg erwies sich als der erwartet unbequeme Gegner und verteidigte so tief wie kaum eine andere Mannschaft zuvor in dieser Saison im Weserstadion. Werder hatte damit so seine Probleme, war bis auf die Phase nach der Pause aber jederzeit Herr der Lage und siegte am Ende verdient - auch dank Pizarro, der dem Spiel nach seiner Einwechslung nochmal einen neuen Anstrich gab.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

MEINWERDER.DE
Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.