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Warum Füllkrug mehr als ein Lückenfüller wäre

10.04.2019

Sechs, sieben Jahre ist es her, da verband man in Bremen große Hoffnungen mit dem Namen Niclas Füllkrug. Der Stürmer, aufgrund eines fehlenden Zahnes „Lücke“ gerufen, deutete in Joker-Einsätzen unter Thomas Schaaf großes Potential an. Füllkrug erzielte als 19-Jähriger zwei Bundesliga-Treffer, überzeugte im U19-Nationalteam und wurde bereits als Bremer Antwort auf den Hamburger Nachwuchsstürmer Heung-min Son gehandelt.

Heute steht Son mit den Tottenham Hotspurs im Champions-League-Viertelfinale, Füllkrug steht mit Hannover 96 vor dem Abstieg aus der Bundesliga – aufgrund eines Knorpelschadens trifft den Angreifer aber nur eine Teilschuld, seit Dezember fehlt er verletzt. In der zweiten Liga reifte Füllkrug einst heran, entwickelte sich vom Gelegenheits-Linskaußen zum klaren Zentrumsspieler, lernte in Fürth und Nürnberg, wo er in der Saison 2015/2016 mit 14 Zweitliga-Toren auf sich aufmerksam machte. Dass Füllkrug wohl nicht in das Stahlbad zweite Liga zurück muss, verdankt der heute 26-Jährige aller Voraussicht nach dem Interesse seines Ex-Klubs Werder.

Und das Bremer Interesse hat gute Gründe: Auch wenn Füllkrug noch über keinerlei nachgewiesene internationale Klasse verfügt, zeigte der 1,89 Meter große Angreifer in der Vorsaison seine Bundesliga-Tauglichkeit. 14 Tore und drei Vorlagen standen am Ende zu Buche, kein Hannoveraner kam auf mehr Torbeteiligungen. Vor allem Füllkrugs überdurchschnittliches Kopfballspiel könnte Werder gelegen kommen: Keine Mannschaft flankt häufiger als die Bremer, doch die besten Kopfballspieler sind entweder Verteidiger (Theodor Gebre Selassie, Sebastian Langkamp) oder eher Ergänzungsspieler (Yuya Osako, Martin Harnik, Claudio Pizarro) mit nicht allzu vielen Einsatzminuten.

Rashicas perfekter Partner?

Ohnehin könnte das Interesse an Füllkrug auf einen Abgang von Pizarro oder gar Harnik hindeuten, die dem Noch-Hannoveraner fußballerisch am meisten ähneln. Füllkrug ist kein Sprinter, aber bringt die nötige Kombination aus einem ordentlichen Grundtempo, gutem Timing und körperlicher Robustheit mit, um im richtigen Augenblick zu Tiefenläufen anzusetzen oder zuverlässig den Ball abzuschirmen. Sein Abschluss mit beiden Füßen ist stark. Als Nebenmann von Milot Rashica in einem Zweiersturm könnte Füllkrug das zeitlose Duo des großen, robusten Stürmers neben dem kleinen Tempodribbler wiederbeleben, auch als zentraler Mann in einem 4-3-3 wäre das Bremer Eigengewächs eine geeignete Besetzung.

Was Füllkrug sehr sicher nicht ist, ist ein Vorgriff auf einen möglichen Abgang von Kapitän Max Kruse. Dessen Spielmacherqualitäten besitzt der durchaus recht komplette, aber doch klassischere Mittelstürmer Füllkrug nicht. Ohnehin steht hinter dessen Fähigkeiten im Kombinationsspiel ein Fragezeichen – was auch damit zu tun hatte, dass „Lücke“, in Hannover mittlerweile zu „Fülle“ umgetauft, noch in keiner Mannschaft mit einem spielerischen Ansatz aktiv war, wie ihn Werder unter Florian Kohfeldt verfolgt. Auch die Dribblings, zu denen Füllkrug zu Jugendzeiten noch häufiger ansetzte, sind seltener geworden.

Doch selbst im „besten Fußballeralter“ von 26 Jahren ist die spielerische Weiterentwicklung eines Mittelstürmers keine Seltenheit. Als Paradebeispiel dient ein anderer Ex-Bremer: Sandro Wagner war mit 26 Jahren Reservist bei Hertha BSC, ehe er in Darmstadt das Knipsen und in Hoffenheim das Mitspielen lernte, um es erst in die Nationalmannschaft, dann zum FC Bayern München und schließlich zum Rentenvertrag nach China zu schaffen. Füllkrug weiß bereits heute, wo das Tor steht – der Rest wäre eine Frage der Trainingsarbeit und vor allem der Fitness.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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