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nordwest-zeitung

American Football Titel gibt Knights nächsten Kick

Bernd Teuber

Oldenburg - Nur zu gern hätten die Oldenburg Knights den Titelgewinn in der Regionalliga Nord persönlich perfekt gemacht, aber durch die Schützenhilfe der Ritterhude Badgers wurden die American-Football-Spieler vom VfL in ihrer zehnten Saison nun zum Sofa-Meister. Am Sonntag bezwang der Erzrivale von der nördlichen Bremer Stadtgrenze die zweitplatzierten Bremerhaven Seahawks mit 7:6, so dass die Ritter am kommenden Sonntag (15 Uhr, Marschwegstadion) als frischgebackener Staffelsieger das vorletzte Heimspiel gegen die Dachse bestreiten.

„Ausgerechnet die leisten uns Schützenhilfe. Das ist schon ein kleiner Wermutstropfen“, sagt Knights-Sportdirektor Holger Völling mit einem Augenzwinkern: „Wir hätten den Titel lieber am Sonntag auf dem grünen Rasen gegen die Badgers geholt – aber das mit dem Sieg können wir ja noch nachholen.“

Teamgeist als Trumpf

Auch Abteilungsleiter Rainer Borkmann hätte die Meisterschaft wie Chefcoach Marcus Meckes „gern aus eigener Kraft klar gemacht“. Die Trauer darüber, dass der erste eigene Matchball vor eineinhalb Wochen durch die erste Saisonniederlage gegen die zweite Mannschaft der Braunschweig Lions II vergeben wurde (24:27), ist aber verflogen. „Verdammt – wir sind Meister. Ausgerechnet in der Jubiläumssaison – es ist großartig“, meint Borkmann.

Auf den Meisterpokal müssen die Knights aber noch ein wenig warten. Der wird ihnen nach dem letzten Heimspiel der regulären Saison am 7. September (Samstag, 15 Uhr, Marschwegstadion) gegen die Hamburg Blue Devils von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht. „Wir freuen uns tierisch darüber dass wir es geschafft haben – und das auch noch im Jubiläumsjahr“, jubelt Kicker und Linebacker Jannik Birk und ergänzt: „Unser Ziel war am Anfang der Saison klar: Wir wollen oben mitspielen. Das wir aber tatsächlich bis dato mit nur der einen Niederlage dastehen, hätte glaube ich keiner gedacht.“

Grundlage für den Erfolg in dieser Spielzeit war für Birk der gute Teamgeist. „Ich habe die Mannschaft noch nie so gesehen. Der Zusammenhalt war ganz anders als in den vergangenen Jahren“, blickt der Kicker auf die vergangenen Monate zurück und ergänzt: „Das Training war auch auf einem anderem Level, was wir natürlich unseren großartigen Coaches zu verdanken haben.“

Der Blick der Knights richtet sich jetzt natürlich auf die Playoffs. Um sich dort im Duell mit den Meistern der Ost- und der West-Staffel eins der beiden ersehnten Tickets in die GFL 2 zu sichern, dürfen sich die Oldenburger aber jetzt keinen Spannungsverlust leisten. „Jetzt heißt es für uns, noch die letzten beiden Spiele gewinnen und weiter vorbereiten auf die Relegationsspiele, denn die werden auf einer ganz anderer Ebene ausgetragen“, warnt Birk davor, es jetzt locker angehen zu lassen.

„Zwei harte Gegner“

Dem kann Quarterback Justus Marterer nur zustimmen: „Wir alle freuen uns natürlich. Gerade für die, die schon länger bei den Knights sind, freue ich mich persönlich besonders. Das heißt aber auch, dass jetzt im September nochmal die zwei wichtigsten Spiele mit zwei harten Gegnern warten.“

Glück- wie Zukunftswünsche kamen auch aus Köln, wohin es den ehemaligen Ritter-Spieler Adrian Dula mittlerweile hingeführt hat. „Ich freue mich aus tiefstem Herzen für die Knights und hoffe, dass sie sich den langersehnten Wunsch erfüllen können und in die GFL 2 aufsteigen“, sagt Dula, der für Bundesligist Cologne Crocodiles aufläuft, und ergänzt: „Das Team sowie die Organisation haben Jahre darauf hingearbeitet.“

So läuft der Kampf   um den Aufstieg

Die Meisterschaft ist den Oldenburg Knights nach dem 7:6 der Ritterhude Badgers gegen die Bremerhaven Seahawks nicht mehr zu nehmen. In den beiden noch ausstehenden Spielen, die beide im heimischen Marschwegstadion stattfinden, könnten die Ritter an diesem Sonntag gegen Ritterhude sowie am Samstag, 7. September, gegen die Hamburg Blue Devils (Beginn jeweils um 15 Uhr) mit Blick auf die Playoffs noch einiges ausprobieren.

Im Kampf um den Aufstieg in die GFL 2 warten auf die Knights nach der regulären Saison zwei Playoff-Spiele. Zunächst geht es am 14. September nach Berlin zum Duell mit dem Sieger der Regionalliga Ost und zwei Wochen später ebenfalls samstags am 28. September im Marschwegstadion gegen den Meister der West-Staffel.

In der Regionalliga Ost kämpfen noch der sechsfache Deutsche Meister Berlin Adler und die Spandau Bulldogs um den Titel. Die beiden Rivalen haben jeweils 21:1 Punkte auf dem Konto und treffen in ihrem letzten Spiel direkt aufeinander. Das erste Duell in dieser Spielzeit bei den Adlern endete 36:36.

In der Regionalliga West dürfen sich noch drei Mannschaften Hoffnungen auf den Titel machen. Aktuell führen die Essen Cardinals die Tabelle mit 18:2 Punkten an. In Lauerstellung liegen die Bielefeld Bulldogs (16:2) und die Paderborn Dolphins (14:4), die jeweils noch drei Spiele vor der Brust haben. Die Bielefelder treffen beispielsweise noch auf beide Meisterrivalen.

In der Aufstiegsrunde geht es um zwei Tickets in die zweithöchste Spielklasse. Sollten die drei Teams jeweils eine Partie gewinnen, entscheidet zunächst die Touchdown-Differenz. Gibt es auch hier Gleichstand, zählt der direkte Vergleich. Bei drei Unentschieden würde das Los über den Aufstieg entscheiden.

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