Oldenburg - Trotz der Niederlage am Mittwochabend bei Reyer Venedig (78:82) im Eurocup war die Stimmung bei den Basketball-Profis der EWE Baskets Oldenburg am nächsten Tag gelöst. Mit einer Sightseeing-Tour plus Gondelfahrt durch die Lagunen-Stadt beendeten die Oldenburger am Donnerstag ihren Auswärtstrip in der Gruppe F.
Beim italienischen Meister liefen die Baskets 40 Minuten lang einem Rückstand hinterher, gestalteten die Begegnung zum Ende aber spannend und eng. Durch die knappe Niederlage verpasste das Team von Trainer Mladen Drijencic allerdings den vorzeitigen Viertelfinal-Einzug.
Die Entscheidung fällt nun am letzten Spieltag am 3. März (20 Uhr/große Arena) im Heimspiel gegen Tabellenführer Promitheas Patras aus Griechenland. Und jetzt wird es ein wenig kompliziert. Denn den Oldenburgern bieten sich drei Varianten fürs Weiterkommen.
Variante 1
Mit einem deutlichen Heimsieg würden sich die Baskets erstmals in der Club-Geschichte das Ticket für das Viertelfinale sichern. Dafür müssten die Oldenburger aber mit 17 Punkten Vorsprung gegen die Griechen gewinnen. Das Hinspiel in Patras verlor das Drijencic-Team mit 70:81. Mit einem Sieg wäre auch das Ergebnis im Parallelspiel zwischen den beiden italienischen Clubs Venedig und Germani Brescia irrelevant – die Baskets wären mindestens Zweiter. Die beiden Gruppenersten ziehen in die nächste Runde ein.
Variante 2
Das Oldenburger Weiterkommen ist ebenfalls möglich, wenn Venedig in Brescia gewinnt und die Baskets Patras mit zwölf Punkten Vorsprung schlagen. Auch in dieser Konstellation würden die Oldenburger auf Platz zwei landen, da der Bundesligist den direkten Vergleich gegen die Griechen für sich entschieden hätte.
Variante 3
Die dritte Variante ist etwas komplizierter. Eines bleibt aber gleich: Wieder müssen die Baskets gewinnen. Sollte der Sieg aber mit weniger als 17 Punkten ausfallen, dann schaffen die Oldenburger den Sprung in die nächste Runde nur, wenn Brescia gegen Venedig gewinnt – in diesem Fall darf der Sieg von Brescia jedoch nicht mehr als 13 Zähler höher ausfallen, als der Sieg der Baskets.
Bevor die Oldenburger über die K.o.-Phase nachdenken, liegt der Fokus bei Trainer Drijencic und seinem Team auf den kommenden Aufgaben. Zunächst sind die Baskets an diesem Wochenende spielfrei und können erst einmal ordentlich durchschnaufen. Die Oldenburger sind dann unter der Woche in der Bundesliga gefordert. Am Dienstag, 11. Februar, bestreiten die Baskets ihr Heimspiel gegen die Frankurft Skyliners (20.30 Uhr/große Arena).
Der vorläufige Höhepunkt der Saison folgt nur fünf Tage später. Am Sonntag, 16. Februar, treffen die Oldenburger im Finale um den deutschen Pokal auf Alba Berlin (20.30 Uhr). Es wäre der zweite Pokal-Titel der Baskets nach 2015.
