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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 12 Minuten.

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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

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72 Euro mehr pro Jahr beim Strom

03.12.2019

Oldenburg Ab 1. Februar werden Strom und Gas für viele EWE-Kunden teurer. Fragen und Antworten:

Wie stark steigt der Strompreis bei EWE?

Die EWE passt für alle Stromprodukte ohne Preisgarantie den Arbeitspreis um 2,14 Cent/Kilowattstunde (brutto) und den Grundpreis um 11,90 Euro/Jahr an. In der Grundversorgung (Tarif: „EWE Strom comfort“) steigt der Arbeitspreis (brutto) damit zum 1. Februar nach EWE-Angaben von 25,62 Cent/kWh auf 27,76 Cent/kWh und der Grundpreis (brutto) von 167,79 Euro/Jahr auf 179,69 Euro. Für einen Durchschnittskunden (Verbrauch: 2800 Kilowattstunden) bedeute dies laut dem Oldenburger Versorger einen Anstieg von rund acht Prozent beziehungsweise rund 72 Euro pro Jahr (sechs Euro pro Monat).

Und wie sieht es beim Erdgas aus?

Beim Erdgas erhöht EWE den Arbeitspreis um 0,18 Cent/kWh (brutto) und den Grundpreis um 15,88 Euro/Jahr. In der Grundversorgung (Tarif: „EWE Erdgas comfort“) bedeute dies nach Angaben des Energieanbieters einen Anstieg des Arbeitspreises (brutto) auf künftig 6,42 Cent/kWh und des Grundpreises auf 189,88 Euro/Jahr. Ein Durchschnittskunde (Verbrauch: 20 000 Kilowattstunden) müsse nach EWE-Angaben demnach künftig vier Prozent beziehungsweise rund 49 Euro pro Jahr (vier Euro pro Monat) mehr zahlen.

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Preistreiber Staat

Sind alle Kunden von EWE betroffen?

Nein. Nach EWE-Angaben sind etwa die Hälfte der Strom- und Gaskunden betroffen. Die übrigen Kunden würden Fix-Tarife nutzen. Bei diesen gelten die bisherigen Preise weiter. Insgesamt versorgt der EWE-Konzern nach Unternehmensangaben zurzeit rund 1,4 Millionen Strom- und 800 000 Gaskunden.

Wie begründet EWE die Preiserhöhungen?

So wie viele andere Versorger auch: vor allem mit gestiegenen Netzentgelten und beim Strom überdies mit einer höheren EEG-Umlage. Die EEG-Umlage, über die der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert wird, steigt zum Jahreswechsel bundesweit um 5,5 Prozent auf 6,756 Cent je Kilowattstunde. Sie macht bei EWE rund 20 Prozent des Strompreises aus. Auch die Gebühren für die Stromnetze, auf die ein weiteres knappes Viertel des Gesamtpreises entfällt, steigen zum Jahreswechsel im Gebiet von EWE Netz um gut sechs Prozent, was laut des Vergleichsportals Verivox etwa dem bundesweiten Durchschnitt entspricht. EWE und andere Versorger werden nicht müde zu betonen, dass sie angesichts der vielen staatlichen Umlagen, Steuern und Abgaben nur noch auf etwa ein Viertel des Strompreises selbst Einfluss nehmen können.

Ist der Oldenburger Versorger ein Einzelfall?

Nein. Energiekunden zahlreicher Anbieter müssen 2020 mehr bezahlen. Das Vergleichsportal Check24 berichtete kürzlich, dass beim Strom allein zum Jahreswechsel 365 Grundversorger Preiserhöhungen angekündigt haben. Die Werte schwankten je nach Anbieter zwischen unter 0,5 Prozent bis zu 15 Prozent. Durchschnittlich werde Strom um 5,4 Prozent teurer. Auch bei Gaspreisen haben schon Dutzende Grundversorger für 2020 Erhöhungen angekündigt, laut Check24 im Schnitt um 6,3 Prozent.

Was können Verbraucher tun?

Wer mit der Preiserhöhung seines Versorgers nicht einverstanden ist, kann den Tarif oder gleich den Anbieter wechseln. „Wird tatsächlich eine Preiserhöhung angekündigt, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht“, erläutert Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Sie können den bisherigen Vertrag ohne Kündigungsfrist beenden.“ Wenn etwa die Preise zum 1. Januar erhöht werden, sei es ausreichend, wenn die Kündigung am 31. Dezember beim Anbieter eingeht.

Wer mit seinem bisherigen Anbieter im Prinzip zufrieden ist, sollte schauen, ob er noch in der teuren Grundversorgung ist. Denn häufig lasse sich schon durch einen Wechsel in einen günstigeren Tarif des aktuellen Versorgers einiges an Geld sparen. Alternativ biete sich ein Anbieterwechsel an. „Je nach Tarif und Verbrauch lassen sich teilweise weit über 100 Euro im Jahr sparen“, sagt Preuschoff.

Worauf ist bei der Tarifauswahl zu achten?

Eine einfache Möglichkeit, um Preise je nach Verbrauch und Wohnort zu vergleichen, bieten Tarifrechner im Internet, wie Verivox, Check24 oder Toptarif. „Verbraucher sollten aber auf die Voreinstellungen achten und diese gegebenenfalls individuell anpassen“, sagt Preuschoff. So rät die Verbraucherschützerin etwa von Angeboten mit Vorauszahlung ab, da hier die Gefahr droht, bei einer Insolvenz des Anbieters Geld zu verlieren. Auch bei Bonuszahlungen gelte es, genauer hinzusehen. „Meist verbergen sich dahinter einmalige Vergünstigungen, mit denen Neukunden gelockt werden. Ab dem zweiten Jahr wird der Gesamtpreis dann deutlich teurer“, warnt sie. Aktuelle Tipps aus regionaler Sicht, worauf bei einem Wechsel zu achten ist und welche Tarife empfehlenswert sind, gibt etwa auch der gemeinnützige Verein „Bezahlbare Energie“ aus Schortens (www.bezahlbare-energie.de).

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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