Oldenburg - Wild abgestellte Fahrräder, Lieferfahrzeuge, die beim Rangieren Lampen kaputtfahren, eine vollgeparkte Zufahrt zum Parkhaus: Diese Beobachtungen schilderte ein Leser nach dem NWZ-Bericht über die Wildparker auf dem neuen Waffenplatz. Die Stadt will darauf nun reagieren – und verabschiedet sich damit von einer Kernidee bei der Gestaltung.

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Gedacht hatten sich die Planer eigentlich ein offenes Platzkonzept mit wenigen Begrenzungen. Dass das allerdings von manchen Autofahrern ausgenutzt wird, um den Waffenplatz am Sonntag als Parkplatz mit bestem Zugang zur Innenstadt zu nutzen, hat nun zum umdenken geführt, wie Stadtsprecher Reinhard Schenke bestätigt. „Wir arbeiten an einer Lösung mit Pollern.“ Diese seien bereits bestellt, sollen in der kommenden Wochen geliefert und dann zügig aufgestellt werden. Sie sollen die großen Lücken zwischen den Platanen gegenüber der ehemaligen Knabenschule und vor dem Parkhaus schließen und somit die Zufahrt auf den Waffenplatz versperren. Im Bereich der Wallstraße wird zudem noch eine weitere Bank aufgestellt. „Damit wird es dann nicht mehr möglich sein, den Waffenplatz als Parkplatz zu nutzen“, so Schenke.

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Patrick Buck

Mehrfach war zuletzt an Sonntagen beobachtet worden, dass Autos einfach mitten auf dem Waffenplatz standen und beim Ausfahren sogar das Wasserspiel überfuhren. Dabei ist der Platz in der Wallstraße bereits vor der Kurve zur Parkhauseinfahrt als Teil der Fußgängerzone ausgewiesen. Schon die Einfahrt ist damit untersagt. Ausnahmen gibt es für Taxen, die Fahrt zum Parkhaus, Gäste des Hotel Altera sowie Lieferverkehr zu bestimmten Zeiten. Allerdings sei das entsprechende Schild laut Stadt nach dem Umbau erst nach den Sommerferien aufgestellt worden.

Die Polizei ist bei dem Parkärger übrigens in der Regel nicht zuständig. Sie greift laut Sprecher Stephan Klatte nur in besonderen Fällen ein, zum Beispiel, wenn Rettungswege zugestellt sind. Strafzettel an Wildparker müssten durch das Ordnungsamt verteilt werden. Ob Mitarbeiter an diesem Sonntag im Einsatz sein werden, ließ die Stadt auf Nachfrage offen. Widerrechtliches Parken in der Fußgängerzone kostet übrigens 30 Euro.

Diese Schild weist auf die Fußgängerzone hin.

Diese Schild weist auf die Fußgängerzone hin.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)