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NWZonline.de Region

Janssens Azubis sind auch bei Tesla begehrt

13.11.2019

Oldenburg /Nordenham Die deutsche Industrie schwächelt zurzeit, doch im Handwerk sieht es weiterhin – in fast allen Sparten – sehr gut aus. Beispiel Janssen Elektrotechnik aus Nordenham: Der Handwerksbetrieb mit 45 Beschäftigten rüstet zum Beispiel in einer Kooperation mit ABB Hafenkräne mit Elektrotechnik aus – weltweit, von Vancouver über Rotterdam bis Hamburg und Dubai. Mit den Steuerungen werden z.B. Container optimal gestapelt und auf Fahrzeuge verladen.

Die 45 Beschäftigten und 15 Leiharbeitskräfte haben alle Hände voll zu tun. Firmenchef Michael Janssen sagt: „Die Lage ist gut bis sehr gut. Wir suchen aktiv weitere Arbeitskräfte.“

Und man bildet deutlich überdurchschnittlich engagiert aus: Elf Auszubildende sind bei dem Technologieunternehmen, das weitere Standbeine in Automatisierungstechnik, Schaltanlagenbau, Netzwerktechnik und Industrieservice (auch für regionale Betriebe) hat, an Bord. Fünf Azubis wurden allein in diesem Sommer eingestellt, erklärte der kaufmännische Janssen-Geschäftsführer Peter Dindas.

Die zahlreichen Handwerksbetriebe wie die Nordenhamer Janssen Elektrotechnik GmbH sind letztlich die Motoren, die aktuell das Wirtschaftswachstum in Deutschland „über Wasser“ halten. „Wir erwarten in diesem Jahr für das Handwerk im Oldenburger Land ein Umsatzwachstum von drei Prozent“, meinte der Präsident der Handwerkskammer Oldenburg, Eckhard Stein, am Dienstag. „Das Handwerk hier ist weiter schwungvoll unterwegs, trotz der abflachenden Gesamtkonjunktur“. Motor sei die Binnennachfrage mit der Konsum- und Investitionsbereitschaft der privaten Haushalte, etwa im Bereich des Wohnens. Einzig nicht zufrieden seien Zuliefererbetriebe für die Industrie. Unterm Strich ergebe sich beim Geschäftsklima-Index des regionalen Handwerks mit 125 Punkten der „zweitbeste Wert dieses Jahrzehnts“. Sechs von sieben Handwerkssparten blieben mit Index-Werten über 125 „auf sehr gutem Niveau“, erläuterte Betriebsberater Klaus Hurling.

Ein zentrales Anliegen des Handwerks bleibe die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung, betonte HWK-Hauptgeschäftsführer Heiko Henke. Er begrüßte die Verlängerung der vom Land geschaffenen „Meisterprämie“ um drei Jahre (mit zehn Millionen Euro) und die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken durch die Bundesregierung. Er hoffe auch auf eine Reform des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes, meinte Henke. Zur Gleichwertigkeit gehöre zudem, dass für Auszubildende bei der Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung dasselbe gelte wie für Studierende.

Klar wurde: Zentrales Thema für Betriebe bleibt der Mangel an Fachkräften. Dies sei eine echte „Wachstumsbremse“, sagte Kammerpräsident Stein.

Janssen Elektrotechnik Nordenham ist aber offenbar auf einem guten Weg. Man pflege Kontakt zu Schulen, beteilige sich an Ausbildungsmessen und biete viele Praktika an, erläuterten die Geschäftsführer Michael Janssen und Peter Dindas. Man habe „einen guten Ruf“. Die Bewerberzahl sei gestiegen.

Und der Nachwuchs, also etwa Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik bzw. für Automatisierungstechnik, arbeitet an interessanten Projekten mit – wie aktuell etwa an der Elektrifizierung und Automatisierung von innerbetrieblichem Transport mit High-Tech- Niederflurwagen.

Zugleich muss man als Technologieunternehmen aber auch immer damit rechnen, dass Fachkräfte abgeworben würden. Ein einstiger Janssen-Azubi, so ist in Nordenham zu hören, sei heute sogar bei Tesla tätig.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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