Oldenburg - Bei der Suche nach einem strategischen Partner für die EWE sind offenbar noch zwei Bieter, beides Finanzinvestoren, übrig geblieben. Nach Informationen dieser Zeitung und der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich dabei zum einen um ein Konsortium aus dem australischen Infrastrukturinvestor Macquarie und Allianz Capital Partners sowie zum anderen um die französische Beteiligungsgesellschaft Ardian.

Andere Interessenten für den zum Verkauf stehenden 26-Prozent-Anteil an dem Oldenburger Energie- und Telekommunikationskonzern – Gespräche gab es unter anderem mit einem Konsortium aus der Deutschen-Bank-Fondstochter DWS, der niederländischen Pensionskasse PGGM und dem Vermögensverwalter Swiss Life – sind demnach aus dem Rennen. Die Angebotsfrist war Ende September abgelaufen.

Nach EWE-Angaben soll der Entscheidungsprozess „in diesem Jahr“ abgeschlossen werden. Zu einzelnen Bietern wollte sich der Konzern nicht äußern und verwies darauf, dass man Marktspekulationen nicht kommentiere. Wie Reuters mit Verweis auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, könnte der Anteil rund 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro einbringen – das wäre etwas weniger als die in EWE-Kreisen ursprünglich erhofften rund 1,5 Milliarden Euro.

Den zum Verkauf stehenden 26-Prozent-Anteil hielt über Jahre der Karlsruher Energiekonzern EnBW, der sich jedoch 2015 mit der EWE auf einen schrittweisen Ausstieg bis 2019 verständigt hatte. Die Mehrheit der Anteile an dem Oldenburger Konzern befindet sich in den Händen von 21 Landkreisen und Städten aus dem Nordwesten.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft