Oldenburg - Das ist eine bittere Nachricht für die Mitarbeiter: Die angeschlagene Sporthandelskette Voswinkel plant, ihre Filiale in den Schlosshöfen zum 31. Oktober zu schließen. Davon sind zwölf Mitarbeiter betroffen.

Seit April befindet sich Intersport Voswinkel in einem sogenannten Schutzschirmverfahren. Dahinter verbirgt sich eine Sonderform der Insolvenz in Eigenregie. Durch „Restrukturierungsmaßnahmen“ versucht die Kette, sich aus der finanziellen Schieflage zu befreien. Das bedeutet allerdings das Ende für insgesamt 21 Filialen, darunter in Cuxhaven, Hannover und Hildesheim. Und eben auch die in den Schlosshöfen, wo Intersport in der oberen Etage 915 Quadratmeter belegt.

„Wir verhandeln derzeit noch mit Vermietern“, sagt Voswinkel-Pressesprecher Veit Mathauer. Durch angepasste Konditionen könnte vielleicht noch einmal Bewegung in die Sache kommen. Inwiefern das in Oldenburg möglich ist, dazu wollte sich Mathauer nicht äußern. Und noch in eine weitere Richtung wird verhandelt: „Uns wäre daran gelegen, wenn jemand die betroffenen Filialen übernehmen würde.“ Auch hier zeichnet sich keine konkrete Lösung ab. „Wir bemühen uns, an anderer Stelle, Möglichkeiten für die Mitarbeiter zu finden. Eventuell in anderen Filialen“, sagt Mathauer. Doch bereits jetzt ist klar, dass dies nicht für alle der Fall sein wird. Im Klartext bedeutet das die betriebsbedingte Kündigung.

Wie bewertet Center-Manager Nicolas Simmich die Lage? Er bestätigt Gespräche mit Intersport Voswinkel. Zu Details wollte er sich aber nicht äußern. Er räumte jedoch ein, dass er sich auf den Ernstfall vorbereite. „So wie es aussieht, können wir die Fläche im Fall des Falles gut und sinnvoll nachbesetzen.“

Die Voswinkel-Filiale im Center Wechloy bleibt von diesen Entscheidungen unberührt.