Oldenburg - Über dem letzten großen Neubauprojekt am Stadthafen Nord weht seit Donnerstagnachmittag die Richtkrone: Das Neubauvorhaben Stau 123-127 setzt den Schlussstein im Quartier „Alter Stadthafen“, betont Bauherr Klaus Oetken, Geschäftsführer der Johannes Oetken Immobilien.
An dieser Stelle entstehen 4 300 Quadratmeter Büroflächen. Das Gebäude verfügt über eine zentrale Be- und Entlüftungsanlage mit integrierter Kühlung. Ankermieter ist das Unternehmen Regus, das auf 2 400 Quadratmetmetern Fläche über drei Etagen ein Businesscenter mit Büroräumen und 500 Quadratmeter „Co-Working“-Areale betreiben wird. Nutzer können dort Besprechungsräume, Büros oder Coworking Arbeitsplätze täglich, wöchentlich, monatlich oder länger nach Bedarf anmieten und dann mit ihrem Smartphone, das quasi als Schlüssel dient, die angemieteten Räume öffnen.
Zweiter großer Mieter ist laut Oetken die Rechtsanwalts-, Steuerberatungs- und Wirtschaftsführungsgesellschaft Hühne, Klotz und Partner, die die Erdgeschossflächen entlang der Bahn beziehen wird. „Auch für die Restflächen von je 550 Quadratmeter stehen wir mit potenziellen Mietern im Gespräch“, erklärte Oetken am Nachmittag auf dem Richtfest. Auf das Gebäude möchte Oetken noch ein Staffelgeschoss setzen, um über den Dächern der Stadt einen Treffpunkt für das Quartier zu schaffen – mit einem Dachgarten.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann würdigte den Neubau als „Symbol für die positive Entwicklung des Alten Stadthafens“, der früher Industriebrache war und heute ein attraktives Wohngebiet und Dienstleistungszentrum mit unmittelbarer Anbindung an die Innenstadt ist. Das Gebäude markiere nun den Schlusspunkt dieser Entwicklung im Alten Stadthafen Nord, das die Stadt mit modernen und innovativen Arbeitsplätzen nach vorne bringe. Es beherberge Raum für das erste Co-Working-Projekt. Der Standort sei ideal gewählt: Er biete Nähe zum Wasser und durch die Bahnhofsnähe gute Verkehrsanbindungen.
Oetken hatte am 1. September 2014 mit dem ersten Spatenstich im Bebauungsplangebiet Alter Stadthafen mit den Bauarbeiten am Johanneshof als erstes Vorhaben begonnen. 38 Millionen Euro hat das Unternehmen investiert und 3300 Quadratmeter Wohnfläche sowie 4700 Quadratmeter Büroflächen geschaffen. Zweidrittel der 65 Wohnungen befinden sich im Eigenbestand und sind langfristig über zehn Jahre vermietet worden.
