Oldenburg - Von zwei der drei Bauten des ehemaligen Oldenburger Finanzamts in der 91er-Straße ist nur noch eine Menge Schutt übrig. Der weithin sichtbare Teil der Abbrucharbeiten, die seit März diesen Jahres andauerten, ist damit abgeschlossen. Insbesondere der Abriss des 34 Meter hohen Turms, der seit 1975 die Umgebung geprägt hatte, sorgte in den vergangenen Tagen und Wochen für spektakuläre Bilder. Vom NWZ-Turm in der Nachbarschaft aus hat die Redaktion seit einem halben Jahr den Fortschritt der Arbeiten fotografiert und nun in einem vierminütigen Zeitraffer-Video zusammengefasst.
Finanzamt Oldenburg: Der Abriss von Mai bis November 2019 im Zeitraffer:
Am 1. April 2016 verkündete die NWZ noch scherzhaft: „Finanzamt wird ab heute abgerissen“, von „akuter Einsturzgefahr“ und „irreparabelen Schäden“ war die Rede. Was sich damals noch als April-Scherz entpuppte, wurde nur drei Jahre später Wirklichkeit – weil tragende Teile durch Korrosion schwer beschädigt gewesen seien, wie es hieß. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Finanzamts arbeiteten da schon längst in einem Provisorium am Stubbenweg.
Das Video zeigt die Abrissarbeiten ab Mai 2019: Damals waren die Arbeiten der Firma Moß aus Lingen in den Gebäuden schon im vollen Gange: Bodenbeläge, Wandschränke und Zwischenwände sowie die ersten schadstoffhaltigen Element wurden entfernt. Schon Mitte März waren die Gebäude entkernt.
Finanzamt Oldenburg: Einblicke ins Innere im April 2019:
Schön, zumindest im richtigen Licht: Das alte Finanzamtsgebäude an der 91er Straße.
Gut gesichert werden die Fassaden mit Folie verhüllt.
Sprünge in den Scheiben, Löcher im Gebälk? Das ist mittlerweile wohl auch egal.
Platte für Platte wird derzeit abgetragen.
Aufgestemmter Boden, eingerissene Zwischenwände: Auf jeder Etage ist reichlich Bauschutt zu finden.
Ein Spaß für Abenteurer, Business as usual für die Abrissexperten.
Rund 550 von ihnen müssen aufgestemmt und dann via Kran zu Boden gebracht werden.
Wie ein Gemälde: Die Durchgänge in den einzelnen Büros.
Zutritt verboten: Die Baustelle ist abgesperrt.
Stück für Stück wird die Fassade mit Folie verhangen - damit nicht allzu viele Schadstoffe an die Umwelt gelangen.
Letzte Überbleibsel im Innern des Finanzamtes - diese Schränke für die Elektronik wurden noch nicht abgeholt.
Blick vom Dachgeschoss auf die Arbeiten am Boden.
Imposante Ausmaße: das Gelände an der 91er Straße.
Blick ins Innere: Unerwünschter Besuch hatte sich hier bereits ausgetobt. Deshalb ist nun ein Wachdienst vor Ort.
Jede Menge Bauschutt wurde bereits angesammelt.
Nach der Entkernung ist’s im Innern still. Draußen aber laufen die Arbeiten weiter.
Links die Büros, rechts die Archivschränke - dazwischen aufgestemmter Boden.
Mal völlige Dunkelheit, mal Tageslicht - aber immer die gleiche Abbruch-Atmosphäre.
Hermann Weissenfels inspiziert die „gekiesten“ Räume.
Ein Loch im Bauwerk: Projektleiter Jörg Rütemann bei der Exklusiv-Führung fürs NWZ-Team.
Sie wünschen? Der einstige Empfang dient nun zur Ablage.
Acht Geschosse misst das Finanzamt. Noch.
Das Archiv in der Innensicht.
Hoch- und Tiefbau gibt’s derzeit an vielen Stellen der Stadt - interessant bleibt die Finanzamts-Baustelle für die Nachbarschaft dennoch.
Baustelle vor und hinter der Scheibe: Auf dem Gesamtgelände ist derzeit viel Bewegung.
Ziehen oder Drücken - das ist hier mittlerweile egal. Die Gänge sind offen. Aber nur für Arbeiter.
Alles voller Schutt.
Nach der Grobarbeit kommt die Feinsortierung.
Diese Archivschränke finden sich in jeder Etage.
Zwischengelagert: Der Kies von den Dächern der drei Gebäude.
Aufs Detail kommt’s manchmal an.
Zentimeterarbeit ist hier erforderlich. Rund 20 Kräfte sind derzeit auf der Baustelle im Einsatz.
Schöne Ausblicke gab’s hier auf allen Etagen - wie hier zur Garnisonkirche.
Alles muss ordentlich entsorgt werden - das gilt auch für diese Überbleibsel.
Treppenhaus abwärts.
Treppenhaus aufwärts.
Auch von innen lassen sich die Außenarbeiten verfolgen.
Fünfte Etage. Links das Treppenhaus, rechts die Archivschränke.
„Bittet, so wird euch gegeben...“ - Schild am Finanzamts-Archiv ...
Sonne im Herzen, Blümchen an der Scheibe.
Blick vom Dachgeschoss - geradeaus auf den Pferdemarkt.
Alles eingeschottert: Das Staffelgeschoss zuoberst.
Und von innen - hier mit Dipl.-Ingenieur Hermann Weissenfels.
Das Dach des Gebäudes C ist bereits weitestgehend abgeräumt.
Einige der markanten gelben Jalousien des Finanzamtes sind noch weithin zu sehen.
Exklusiver Ortstermin: Diesen Blick dürften die Beteiligten so schnell nicht vergessen.
Nun ist’s auch egal: Zum großen Finale des Finanzamtes darf ausnahmsweise auch die Dachfläche betreten werden.
Anleitung für Nutzer des Seminarraumes...
Hier betreute Sie einst ...
Alte Maschinen, reichlich Antrieb.
Einblick und Durchgang ins Staffelgeschoss.
Alles duster: Auch am hellichten Tage braucht’s Taschenlampen fürs Treppenhaus.
Hermann Weissenfels, Chef des gleichnamigen Ingenieurbüros, beaufsichtigt die Abrissarbeiten.
Die letzten Reste einstiger Betriebsamkeit.
Bauschutt: jede Menge, hübsch verpackt.
Meterhoch türmen sich die Tüten voller Bauschutt - hier im Erdgeschoss.
Ein letzter Blick in die Höhe dreier Gebäudeteile.
„Randvoll“: Die Bauschutt-Säcke im Finanzamt.
Außensicht aufs gut gefüllte Erdgeschoss.
Die „verplante“ Außenfassade.
Warnhinweise überall.
Schutt im Innern, Schutt auch außen.
Beißer im Wartestand.
Auch er wird noch zum Zuge kommen.
Aufgestemmt und abgetragen - die Fassade muss dran glauben. Stück für Stück.
Mit Mundschutz und Schutzanzügen geht’s vorbei an allen Etagen.
Letzte Fotos fürs Baustellenalbum.
Gut zu erkennen sind in dem Video die Verkleidungen der Gebäudeteile, hinter denen die Wärmedämmung entfernt wurden. Auch die außenliegenden Platten mussten „eingehaust“ werden, da hier asbesthaltige Kleber verwendet worden waren. Wie in dem Video zu sehen ist, verschwinden Teile des Hauptgebäudes, aber auch ein Nebengebäude immer wieder hinter weißen Abdeckungen.
Rund um die Gebäude, von denen das erste im Video bereits ab Minute 1:00 abgetragen wird, erkennt man die Bagger und Krane bei der Arbeit. Zum Schluss, ab Minute 3:40, wird dann auch der Turm abgerissen. Die Kamera fängt dabei leider nicht die eigentlichen Arbeiten des schweren Geräts ein, das den Turm von der Seite an der 91er-Straße aus langsam aushöhlte.
Finanzamt Oldenburg: Exklusiver Rundgang auf der Baustelle
Für den Betrachter des Videos geht dann alles ganz schnell: Gegen Ende des Videos ist auch der riesige Teppich zu sehen, der an einem 70-Meter-Kran hing und vor herabfallenden Mauerteilen schützen sollte. Und schließlich ist der Turm endgültig verschwunden: Beinahe wäre dieser Teil des „Rückbaus“ dem Betrachter verborgen geblieben, denn der starke Nebel in der vergangenen Woche schränkte auch die Sicht der Kamera stark ein.
Aus dem NWZ-Archiv:
Artikel und Fotos zur Einweihung des Finanzamts 1975 (NWZ-ePaper-App)
Artikel und Fotos zur Einweihung des Finanzamts 1975 (Desktop)
