Sande - Jetzt geht’s ans Eingemachte in der Eishockey-Regionalliga Nord. Nach dem Abschluss der Hauptrunde startet an diesem Wochenende die mit Spannung erwartete Meisterrunde der sechs besten Teams. Dabei genießt der ECW Sande im Auftaktspiel am Samstag ab 19.30 Uhr Heimrecht im „Haifischbecken“ an der Weserstraße. Dort bekommt es der amtierende Meister mit dem Vizemeister Hamburger SV zu tun.
In welchem Modus wird in der Meisterrunde gespielt?
Die sechs qualifizierten Teams spielen zunächst in einer Einfachrunde in Hin- und Rückspiel gegeneinander. Dabei starten alle Mannschaften wieder bei null Punkten. Die ersten vier Teams erreichen dann die nachfolgenden Playoffs, die im Modus Best-of-Two ausgetragen werden. Dies bedeutet: Die Ergebnisse der beiden Partien werden addiert. Dabei trifft der Tabellenerste auf den Vierten, der Zweite spielt gegen den Dritten. Die beiden Siegerteams im Halbfinale erreichen schließlich das Finale und ermitteln den neuen Regionalliga-Meister. Eine anschließende Verzahnungsrunde mit den besten vier Teams der Regionalliga Ost gibt es – anders als im Vorjahr – in dieser Saison nicht.
Gibt es einen Aufsteiger in die Oberliga?
Der Meister oder Vizemeister kann, er muss nicht aufsteigen. Nach aktuellem Stand wird es wohl auch in dieser Saison keinen Aufsteiger aus der höchsten Amateurklasse des deutschen Eishockey in die Oberliga Nord geben, in der unter Profibedingungen gearbeitet wird. So ist der Aufstieg laut Kapitän Nick Hurbanek für Sande vorerst weiter kein Thema. Das sei dem Deutschen Eishockey-Bund bereits mitgeteilt worden. Gründe sind unter anderem der noch fehlende Unterbau an eigenen Jugendteams, der vom DEB für eine Oberliga-Lizenz gefordert wird, sowie der hohe finanzielle Aufwand.
Gibt es einen Absteiger aus der Regionalliga?
Zwar spielt der Siebte aus der Hauptrunde, das Team der Crocodiles Hamburg 1b, eine Relegationsrunde mit den ersten drei Mannschaften aus der Verbandsliga. Es wird aber keinen Absteiger aus der Regionalliga Nord geben. Vielmehr hoffen die Liga-Verantwortlichen und Clubs, in der kommenden Saison eine Zehner-Staffel stellen zu können. Jeweils wegen defekter Eishallen hatten vor der aktuellen Spielzeit sowohl der EC Nordhorn als auch der Adendorfer EC ihre Teams aus der geplanten Neuner-Staffel zurückziehen müssen. Beide Vereine wollen 2020/2021 einen Neustart wagen.
Welches Saisonziel hat der ECW Sande?
Nachdem die Jadehaie die Hauptrunde mit 26 Punkten als Tabellenzweiter hinter dem Oberliga-Absteiger Harzen Falken aus Braunlage (32) abgeschlossen haben, lautet das primäre Saisonziel von Coach Sergey Yashin und seinen Mannen: Erreichen der Playoffs. „Die Karten werden neu gemischt – und wir wollen unter die ersten Vier“, betont ECW-Kapitän Nick Hurbanek: „Natürlich willst Du immer gewinnen, aber von der Titelverteidigung brauchen wir jetzt noch nicht zu reden.“
Wer sind die Favoriten auf den Meistertitel?
Die größten Chancen werden den Harzer Falken und dem ECW Sande zugerechnet. „Auch wenn wir Braunlage geschlagen haben – die Harzer Falken bleiben für mich der Topfavorit“, sagt Hurbanek: „Ohnehin ist es bis in die Playoffs für alle ein weiter Weg, auf dem viel passieren kann.“ So sei auch den Weserstars Bremen, den Salzgitter Icefighters oder dem Hamburger SV einiges zuzutrauen. Nicht zu unterschätzen ist zudem die hohe Belastung für alles Teams. Diese müssen an vier Wochenenden gleich doppelt aufs Eis. Denn die Zeit drängt: Bereits Ende März wird in den Hallen abgeeist.
Was ist der Schlüssel zum Heimsieg gegen den HSV?
Im Auftaktspiel kann Trainer Yashin personell aus dem Vollen schöpfen. „Der HSV hat läuferisch und technisch gute Spieler in seinen Reihen, die zu allem in der Lage und immer für eine Überraschung gut sind“, analysiert Hurbanek: „Wir müssen hinten gut stehen, den Gegner vom Tor weghalten und nach vorn viel Laufbereitschaft zeigen.“
