Schortens - Die Band-Konstellation ist ein wenig ungewöhnlich, aber die Chemie oder besser: der Schalldruck stimmt zwischen Lennart Viertel, Jan Ole Möller, Eric Post und Steffen Freesemann, alle 22 Jahre jung, und ihrem Sänger Jörg Theilen, der 30 Jahre älter ist als „seine“ Band. Sechs Jahre machen sie schon zusammen Musik. Hardrock, Metal und inzwischen Stoner-Rock sind ihre Kernkompetenz.
Nach einer EP mit drei eigenen Songs, die 2016 erschien, haben Wendigo jetzt ihr Debütalbum „Wasteland stories“ fertiggestellt. Am heutigen Samstag, 23. März, gibt es die Live-Premiere: Ab 21.30 Uhr stellen Wendigo ihr Debüt in den Kellerräumen der Musik-Initiative in Schortens vor. Vorab gibt’s ab 20 Uhr mit „The Me & The Other“ die richtigen Einheizer.
„Wir finden die Scheibe richtig geil“, sagen die Fünf voller Stolz. „Nun sind wir gespannt, wie unsere Geschichten aus der Einöde beim Publikum ankommen.“
In den Fachmagazinen hat man immerhin schon Notiz von der Schortenser Band genommen. „Es gab noch keinen Verriss“, schmunzelt Lennard. Im Gegenteil: Die Plattenkritiken, die sie bisher zu lesen bekamen, zeigen, dass sie es können. Sogar im „Metal Hammer“, dem Branchenmagazin der Hardrocker und musikalischen Metallarbeiter, ist die Platte unter den Neuerscheinungen gelistet.
Drei Fünftel der Band kennen sich schon aus Kindertagen und aus der gemeinsamen Schulzeit. Klassischer Hardrock ist ihre Leidenschaft, Bands wie AC/DC oder Rose Tattoo sind ihre Vorbilder. „Wir haben als typische Coverband angefangen“, sagt Eric. „Aber irgendwann will man ja nicht mehr nur anderer Leute Musik spielen, sondern auch mal eigene Songs aufnehmen.“
Geschrieben wurde „Wasteland stories“ in Schortens. Vieles davon entstand als Gemeinschaftsprojekt im Proberaum, den Wendigo als Nachmieter von Precept bezogen haben. Die Texte stammen überwiegend aus der Feder von Jan Ole und Lennard. Dessen Vater Ingmar Viertel rockt übrigens seit vielen Jahren mit seiner Band „Black Jack“ die Region. Aufgenommen und produziert wurde das Album ebenfalls in einem Studio in Schortens.
Rund 3000 Euro haben die Fünf in die Produktion ihres Albums gesteckt. „Im Vergleich zu richtig großen Produktionen ist das natürlich nicht viel, aber für uns eine schöne Stange Geld“, sagt Lennard. „Hauptsache, wir kriegen durch den Album-Verkauf die Produktionskosten wieder rein.“
„Wasteland Stories“ – die „Geschichten aus der Einöde“ – erscheint als CD und ist in den einschlägigen Download-Portalen erhältlich. „Und wie es sich für eine richtige Album-Releaseparty gehört, haben wir auch die passenden T-Shirts und Aufkleber herstellen lassen““, sagt Lennard.
Der Name „Wendigo“ stammt übrigens aus der Mythologie und beschreibt ein nimmersattes, gefräßiges Wesen, sagt Jan Ole. Die Figur taucht auch in der TV-Serie „The supernatural“ auf.
