Schortens - Saskia Lübben ist wieder da. Ein Schuljahr lang hatte die Leiterin der Grundschule Heidmühle die Leitung der Grundschule Oestringfelde miterledigt – kommissarisch. Denn Schulleiter Denis Lagumdzic, der bisher letzte hauptamtlicher Leiter der Grundschule, blieb nur ein halbes Jahr – von Februar bis zum Ende des Schuljahres 2016/17. So sprang ab Sommer 2017 erstmals Saskia Lübben ein, die den Spagat hinbekam, neben ihrer „eigenen“ Grundschule an der Heinrich-Tönjes-Straße auch Oestringfelde mitzuführen.
Keine Dauerlösung
Nach einem Schuljahr folgte auf Saskia Lübben zum Schulstart vor einem Jahr Tom Becker. Da noch immer keine neue hauptamtliche Schulleitung gefunden war, übernahm der Leiter der Grundschule Schortens an der Plaggestraße zusätzlich die Leitung der Grundschule Oestringfelde – ebenfalls kommissarisch.
Inzwischen ist ein weiteres Schuljahr vergangen, noch immer ist keine neue hauptamtliche Schulleitung gefunden. Und erneut springt nun Saskia Lübben ein. „Es ist natürlich mehr Arbeit und sollte keine Dauerlösung sein“, so die Schulleiterin. Aber sie wolle ihre Arbeit so planen, dass sie jeden Tag an jeweils beiden Schulen sein kann, um gemeinsam mit den Lehrerkollegen Dinge zu planen und zu koordinieren.
„Dass wir hier keine dauerhafte Lösung hinbekommen, ist sehr unbefriedigend“, räumt Anja Müller von der Stadt Schortens und zuständig für die sieben Grundschulen der Stadt ein. Die Stelle sei ausgeschrieben. Müller zufolge gibt es laut Auskunft der Landesschulbehörde wohl auch mindestens eine Bewerbung. Mit Glück und Daumendrücken könnte es vielleicht zum Halbjahr des soeben begonnenen neuen Schuljahres eine neue Schulleitung geben.
Schon zuvor, seit der Verabschiedung von Hildegard Korell, wurde fast zwei Jahre lang nach einer neuen Schulleitung gesucht. Damals hatte Doris Kache von der Grundschule Jungfernbusch in Oestringfelde als kommissarische Schulleiterin ausgeholfen.
Viel Bewegung
Weshalb es in Ostringfelde in den vergangenen Jahren so schwierig geworden ist, eine dauerhafte Stellenbesetzung hinzubekommen, dafür gibt es nach Meinung der Stadt und der Schulleiter keine schlüssige Erklärung. An der Schule selbst ist viel in Bewegung: 82 Kinder besuchen Oestringfelde, die Klassen 1 bis 4 sind jeweils einzügig.
Schon bald dürfte es voller werden an der Schule: Vor wenigen Tagen wurde die neue Krippe Oesringfelde eröffnet, die zwischen Grundschule, Kita und Klosterweg in ansprechender Containermodul-Bauweise entstand und die bereits 32 Kinder besuchen. Bis Ende 2020 soll auf einer Grünfläche neben der Turnhalle der Neubau für die Krippe entstehen (die NWZ berichtete).
Auch durch die neuen Baugebiete am Klosterweg (Höpkenmoor) dürfte die auf Zweizügigkeit ausgelegte Grundschule bald zügig wachsen. Mit Krippen-Neubau und Kita-Erweiterung soll Oestringfelde neben Glarum und Jungfernbuch ebenfalls zu einem Bildungsstandort ausgebaut werden.
