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Stadtplanung In Schortens Neue Bagger- und Buddelgeschichten

Schortens - An der alten Bundesstraße, im Gewerbegebiet Branterei, am Klosterweg, am Mühlenweg, an der Oldenburger Straße, am Nordfrostring: Wer Bagger sehen will, muss nach Schortens kommen. An all diesen Straßen wird gerade Erde bewegt und werden Vorbereitungen getroffen für neue Bauten. Über viele Bauvorhaben hat die NWZ im Lauf der vergangenen Monate immer mal wieder berichtet, nun gibt’s neue Bagger- und Buddelgeschichten von den Baustellen in Schortens.

Bahnhofstr./Alte B 210

An der Ecke Bahnhofstraße, Alte Bundesstraße und Friesenweg haben Erdarbeiten begonnen. Auf dem etwa 2000 Quadratmeter großen Eckgrundstück an der so genannten Combi-Kreuzung soll ein markantes dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Investor des Vorhabens ist das Unternehmen Real Immobilien aus Moormerland im Landkreis Leer. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren ostfrieslandweit im Wohn- und Gewerbebau aktiv.

Je nach Zuschnitt entstehen unten drei bis vier Läden und in den oberen Geschossen zwölf Eigentumswohnungen. Und weil das Grundstück groß genug ist, will der Investor angrenzend bis an den Friesenweg (direkt vor der alten Kramermarktwiese) noch ein kleineres Objekt mit vier Wohnungen errichten.

Grön Winkel

Schon mehr als fünf Jahre ist es her, dass die Wohnanlage neben dem Rathaus gebrannt hat. Nachdem ein erstes Neubau-Projekt dort nicht realisiert werden konnte, wurden die Flächen abermals verkauft und eine neue Wohnanlage inklusive Tiefgarage entworfen. Inzwischen sind hier auch die Bagger vorgefahren und haben ein bisschen Erde bewegt. Die Baugenehmigung liegt seit Mai vor, aber zurzeit hängt der Baufortschritt laut Info der Stadt Schortens an einer noch ausstehenden wasserrechtlichen Genehmigung durch den Landkreis. Ein offizieller Baubeginn mit symbolischem erstem Spatenstich soll dann zügig erfolgen.

Investor ist die Schortens Grön Winkel GmbH mit den Gesellschaftern Andreas Schürmann und Christoph Kost sowie Geschäftsführer Fabian Stindt aus dem Landkreis Oldenburg. Geplant ist ein L-förmiger dreigeschossiger Bau mit Staffelgeschoss und Tiefgarage mit 61 Stellplätzen. 51 Miet- und Ei­gentums­wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 4390 Quadratmetern sollen bis Frühjahr 2021 entstehen.

Klosterweg

Am Klosterweg befinden sich in Höhe der Turnhalle des TuS Oestringen die rund 1,75 Hektar großen Hoepkenmoor-Flächen. Dies ist der erste Teilabschnitt, der am Klosterweg nun erschlossen und bebaut wird. Die Erschließungsarbeiten haben vor wenigen Tagen begonnen. Unter anderem ist dort sozialer Wohnungsbau vorgesehen: Die Wohnungsbaugesellschaft Friesland errichtet dort ein weiteres ihrer Wohnobjekte mit 18 geförderten Mietwohnungen. Den Bewilligungsbescheid hat Minister Olaf Lies am Freitag an den Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, Bernhard Bruhnken, überreicht. Der Neubau soll Ende 2020 bezugsfertig sein.

Ein baugleiches Objekt hat die Wohnungsbaugesellschaft in Schortens 2017/18 bereits an der Jeverschen Straßen am Wohnpark errichtet. Auch in Jever steht inzwischen ein solches Haus. In Schortens soll ab 2022 sogar noch ein drittes entstehen – wiederum auf den Flächen am Klosterweg. Die politische Grundsatzentscheidung soll in zwei Wochen fallen.

Branterei

In den neuen Gewerbe­flächen der Branterei wird ebenfalls fleißig gebaut. Dort hat Timo Ostermann aus dem Wangerland mit dem Bau seines Autohauses begonnen. Das Autohaus Schortens soll im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein und eröffnen. Gleich gegenüber wird auch gebuddelt: Dort entsteht eine weitere Waschanlage eines Unternehmens aus Verden/Aller.

Am Garten

Ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen errichtet das Schortenser Bauunternehmen Olaf Janssen „Am Garten“ in Heidmühle. Die Bauarbeiten haben begonnen, Fertigstellung soll im Herbst 2020 sein. Dort entstehen moderne Eigentumswohnungen.

Nordfrostring

Am Nordfrostring errichtet der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband in Nachbarschaft zur Europa-Zentrale von Nordfrost bis Ende 2020 seine neue Betriebsstelle. Der OOWV investiert dort 3,1 Millionen Euro in ein Regionalcenter für Friesland und Wittmund.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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