Spohle - Gegen 15.30 Uhr heulten Donnerstagnachmittag in Spohle erneut die Sirenen: Wieder war ein Feuer in der örtlichen Bäckerei ausgebrochen. Und wieder kokelte es in der Mehlkammer. Bereits am Mittwochmorgen löschte die Feuerwehr dort einen Schwelbrand (NWZ berichtete).
Am Mittwoch war dem Brand ein Einbruch vorausgegangen. Der oder die Täter waren durch ein eingeschlagenes Fenster in das Mehllager gelangt. Sie wollten offenbar den angeschlossenen kleinen Lebensmittelladen der Bäckerei ausräumen. Weit kamen sie nicht. Die stählerne Feuerschutztür zwischen Mehlkammer und Backstube verhinderte ein Weiterkommen der Ganoven. Über die Brandursache konnte die Polizei nichts sagen. Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder eine chemische Reaktion der Backmittel zogen die Ermittler in Erwägung.
Der Brand am Donnerstagnachmittag sei hingegen eindeutig auf eine chemische Reaktion der Backzutaten zurückzuführen, so der Westersteder Brandermittler Ralf Zimmermann am Donnerstagnachmittag. Dass er vor Ort war, hat womöglich Schlimmeres verhindert. „Ich wollte mir den Brandort noch einmal anschauen, um zu prüfen, was wirklich genau gebrannt hat.“ Dazu verabredete er sich mit einer Freundin der Bäckerfamilie an dem Geschäft. „Als ich gegen 15.30 Uhr hier ankam, sah ich schon den Rauch aus der Fensterabdichtung quillen“, berichtet die Frau. Umgehend alarmierte sie die Feuerwehr.
Eine andere Ursache als eine chemische Reaktion kann Ralf Zimmermann insofern ausschließen, da sich am Gebäude keine weiteren Einbruchspuren feststellen ließen. „Da ist im Gegensatz zu Mittwoch diesmal niemand in der Mehlkammer gewesen“, so Zimmermann.
Der Beamte hatte sich am Donnerstag mit dem Landeskriminalamt in Verbindung gesetzt. Er wollte mit einem Spezialisten erörtern, was am Mittwoch den Brand in der Mehlkammer ausgelöst haben könnte. „Leider war der Kollege gestern nicht zu erreichen“, so Ralf Zimmermann.
Wie am Mittwoch waren die Wehren Spohle, Mollberg und Wiefelstede mit 50 Mann im Einsatz.
