Varel/Berlin - „Ich bin super glücklich mit dem Ergebnis und kann es kaum erwarten, damit live auf der Bühne zu stehen,“ sagt Thimo Sander über sein neues Album „Es gibt kein Zurück“, das diesen Freitag in den Handel kommt. 2004 hat er zuletzt ein eigenes Album veröffentlicht. Seitdem ist er mit vielen anderen Projekten beschäftigt gewesen, hat für andere Künstler geschrieben und mit ihnen Alben produziert: „Bis vor zwei Jahren waren wir mit Ich + Ich und anschließend Adel Tawil eigentlich pausenlos zehn Jahre unterwegs oder im Studio.“

In dieser Zeit hat er aber auch eigene Lieder geschrieben. Sechs Monate dauerte es nun, das neue Album zu produzieren. „Bei den eigenen Songs achtet man am Ende auf jede Silbe, die zu Papier gebracht wird,“ sagt der gebürtige Vareler.

In seinen deutschsprachigen Indie-Pop-Liedern reflektiert er den Alltag. „Ich hoffe, dass es Menschen gibt, denen es gefällt und die zu meinen Konzerten kommen“, sagt Thimo Sander. Seine musikalischen Wurzeln liegen in Varel, wo er geboren wurde und aufgewachsen ist. Zehn Jahre bekam er hier klassischen Klavierunterricht, lieh sich dann irgendwann die Gitarre seiner Schwester und bekam zur Konfirmation seine erste Elektro-Gitarre, auf der er seinem Vorbild George Harrison von den Beatles nacheiferte.

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An seine Zeit in Varel denkt der Wahl-Berliner gerne zurück. Nach dem Abitur und dem Zivildienst seien viele seiner Weggefährten zum Studieren in die Städte gezogen, er habe es dagegen nicht so eilig gehabt: „Ich war viel lieber in unserem Proberaum in Langendamm, um da mit meiner Band Musik zu machen.“ Als seine Freundin Susie Neid alias Susie van der Meer 1995 in Berlin einen Plattenvertrag bekam, ging der heute 45-Jährige aber einfach mit: „Dort angekommen, wollte ich gar nicht mehr weg aus Kreuzberg. Alle machten Musik und man lernte schnell viele Musiker kennen.“

Die Metropole und die Zusammensetzung ihrer Einwohner hätten sich mit der Zeit aber verändert und somit auch seine Einstellung: „Mittlerweile zieht es mich mehr und mehr aufs Land. Ich war dieses Jahr schon oft im Kurhaus Dangast.“ Wenn er seine Familie besuche, fahre er immer zur Schleuse in Varel und dann weiter nach Dangast: „Im Kurhaus ist irgendwie immer noch alles so wie früher. In der Schulzeit waren wir immer da. Es ist einer der schönste Orte, die ich kenne.“

Sein neues Album präsentiert Thimo Sander in nächster Zeit allerdings auf Konzerten in größeren Städten. Im November und Dezember spielt er unter anderem in Bremen auf der Tour von Fayzen und im Januar neunmal auf der Tour von Adel Tawil. Die Tourdaten finden sich auf www.thimosander.de, wo auch das neue Album bestellt werden kann.

Zur Veröffentlichung des Albums verlost der Gemeinnützige drei Exemplare. Wer eine CD gewinnen möchte, kann am Montag um 11 Uhr unter Tel. 04451/99882500 in der Redaktion anrufen. Die ersten drei Anrufer gewinnen jeweils eine CD.