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Golf-Ass Aus Varel Träumt Von Olympia Henseleit überwältigt von Coup in Kenia

Varel/Hamburg - Nach dem magischen letzten Turniertag in Afrika und dem doppelten Titel-Coup bei der Ladies European Tour (LET) hat sich Golf-Ass Esther Henseleit völlig überwältigt von dem traumhaften Finale ihrer ersten Saison im Profi-Lager gezeigt. „Es bedeutet mir extrem viel, solch einen super Abschluss geschafft zu haben“, betonte die 20-jährige Varelerin überglücklich: „Das letzte Turnier des Jahres zu gewinnen, noch dazu Rookie of the Year zu werden und zugleich Order-of-Merit-Siegerin. Besser hätte es wirklich nicht laufen können.“

Phänomenale Aufholjagd

Wie berichtet, hatte die Nationalspielerin des Hamburger GC Falkenstein am Sonntag mit einer phänomenalen Aufholjagd auf der finalen Runde der „Magical Kenya Ladies Open“ tatsächlich noch den doppelten Titel-Coup perfekt machen können. Dabei holte Henseleit ebenso so nerven- wie spielstark mit einem neuen Platzrekord (64/-8) den Rückstand von sieben Schlägen auf die bis dahin souverän führende Schwedin Julia Engstrom auf.

„Ich habe schon extrem gut gespielt“, freute sich Henseleit: „Ich war nach neun Löchern schon fünf Schläge unter Par. Als ich dann am Leaderboard vorbeigekommen bin und gesehen habe, dass ich nur noch zwei oder drei Schläge zurückliege, wusste ich – heute geht was.“

Durch ihren ersten LET-Turniersieg überflügelte die zurzeit größte deutsche Golf-Hoffnung zugleich die bis dahin Führende der „Order of Merit“, die Norwegerin Mariane Skarpnord. So sicherte sich Henseleit buchstäblich auf den letzten Drücker neben dem schon vorher feststehenden „Rookie of the Year“-Titel auch noch den Gesamtsieg.

Dieses Kunststück war zuvor in der 41-jährigen LET-Geschichte erst zwei Spielerinnen gelungen – den späteren Top-Stars Laura Davies (England) und Carlota Ciganda (Spanien). „Da befinde ich mich in richtig guter Gesellschaft“, sagte Henseleit freudestrahlend. Zudem ist die Varelerin die erste Deutsche überhaupt, die auf der Ladies European Tour die Saisonwertung gewinnen konnte.

Die Bilanz ihres ersten Profijahres könnte eindrucksvoller nicht ausfallen. Denn neben neun Platzierungen unter den besten Zehn auf der LET, darunter viermal auch der zweite Rang, und einem erspielten Preisgeld von rund 210 000 Euro hatte sich Henseleit Anfang November auch gleich im ersten Anlauf die Tourkarte für die kommende Saison in der Ladies Professional Golf Association Tour (LPGA) sichern können.

Sprung in Weltrangliste

Auf der nordamerikanischen Profitour sind noch höhere Preisgelder zu gewinnen. Zudem gibt es auf der LPGA mehr Punkte für die Weltrangliste zu ergattern, auf der die Varelerin sich durch den Erfolg in Kenia von Rang 157 nun bereits auf Rang 132 nach vorn gespielt hat. Parallel wird Henseleit 2020 auch wieder auf der europäischen Tour zum Golfschläger greifen.

„Jetzt bin ich aber erst einmal froh, dass die Saison vorbei ist und ich ein bisschen Zeit zum Ausruhen habe, um dann im Januar oder Februar neu durchzustarten“, erklärte die 20-Jährige: „Auf der LPGA will ich nächstes Jahr dann probieren, genauso gut Fuß zu fassen wie auf der LET.“

Und es gibt ein weiteres Traumziel der Varelerin – ein Start bei Olympischen Spielen. „Olympia ist eindeutig eines meiner Ziele für die nächsten Jahre“, hatte Henseleit im Februar der NWZ vor ihrem ersten Profi-Turnier verraten. Nun könnte dieser Traum sogar schon 2020 in Tokio in Erfüllung gehen.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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