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Start Nach Zwangspause Huder Gastronomen freuen sich auf ihre Gäste

Vielstedt/Hude/Nordenholz - Wenn auch viele Dinge im Zuge der Corona-Prävention zu beachten sind: Christian und Yvonne Strackerjan freuen sich, an diesem Mittwoch das traditionsreiche Vielstedter Bauernhaus endlich wieder öffnen zu können. „Um 17 geht’s los“, sagt Christian Strackerjan. Das Team hat alle Vorgaben umgesetzt, um den strengen Hygiene- und Abstandsregeln gerecht zu werden. Literweise wurde zum Beispiel Hand- und Flächendesinfektionsmittel geordert. Alle Speise- und Getränkekarten wurden laminiert, um sie nach jedem Gebrauch desinfizieren zu können, und vieles mehr wurde vorbereitet. Die besondere, rustikale Atmosphäre des Bauernhauses will Familie Strackerjan auch unter Corona-Auflagen erhalten. Apropos Auflagen: Diese ändern sich fast täglich.

Regeln ändern sich

So war am Montagvormittag noch davon die Rede, dass die Gäste nur mit Mund- und Nasenschutz kommen und diesen nur am Tisch abnehmen dürfen. Montagabend hieß es dann, dass der Mund-Nasenschutz für die Gäste nicht zwingend ist. Und auch die Vorgabe, nur nach telefonischer Reservierung Gäste zu bewirten, wurde vom Land wieder zurückgenommen.

„Wir empfehlen trotzdem, möglichst zu reservieren“, sagt Yvonne Strackerjan. Auch für Himmelfahrt in der nächsten Woche. Da planen Strackerjans ein Haxenessen, allerdings diesmal ohne Livemusik, wie es sonst üblich ist. Und auch die Regel, dass nur Personen aus maximal zwei Haushalten an einem Tisch sitzen dürfen, muss Himmelfahrt eingehalten werden. Zwei Security-Kräfte sollen mit darauf achten, dass auch am Feiertag alle Corona-Regeln befolgt werden. Als besondere Aktion haben Strackerjans unter anderem „Ein Brett Haxe“ mit vier Portionen im Angebot.

Der gut angenommene Außer-Haus-Verkauf soll zudem weiter stattfinden. Die fertigen Gerichte können kalt oder auch warm bestellt werden.

Maximal 50 Prozent der Platzkapazitäten dürfen in den Gaststätten genutzt werden. Ob sich so wirtschaftlich arbeiten lässt, hängt wohl auch davon ab, wann es weitere Lockerungen gibt. Bei Strackerjans machen die größeren Gesellschaften, die Feste und Veranstaltungen, einen großen Teil des jährlichen Umsatzes aus. Um die 20 Hochzeiten seien bereits abgesagt worden. Die meisten Paare hätten die Feiern aber ins nächste Jahr verschoben und auch schon einen neuen Termin gebucht, so Strackerjan.

Durchstarten im „Mio“

„Ich will endlich wieder durchstarten“, sagte am Dienstag Lisa Schneider. Ihr Bistro/Restaurant „MiO“ an der Parkstraße in Hude ist von dienstags bis sonntags wieder täglich ab 15 Uhr geöffnet (in der Regel bis 22 Uhr, sonntags bis 21 Uhr). Lisa Schneider freut sich auf die Gäste und hofft auf gutes Wetter, denn das „MiO“ hat auch eine tolle Terrasse unter einer alten Eiche, auf der jetzt weniger Tische stehen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Und drinnen werde jeder zweite Tisch genutzt, erzählt die Geschäftsführerin.

Mitte Juni begeht das „Mio“ sein einjähriges Bestehen. Für das junge Start-Up-Unternehmen waren nach harter und erfolgreicher Aufbauarbeit seit dem Juni des vergangenen Jahres die acht Wochen Schließung besonders hart. Der Vermieter habe dankenswerter Weise die Pachtzahlung für zwei Monate erst einmal ausgesetzt, freut sich Lisa Schneider. Mit einem Außer-Haus-Verkauf, der guten Zuspruch fand, wurden zumindest einige Einnahmen erzielt. Dieser Verkauf soll weiterhin angeboten werden. Jetzt geht es aber erst einmal los. Vorerst aber immer erst am Nachmittag. Das bisherige Mittagsangebot gibt es aktuell nicht mehr.

Gastgeber sein

„Wir freuen uns sehr, endlich wieder das tun zu dürfen, wofür unser Herz schlägt, nämlich Gastgeber zu sein“, berichtete am Dienstag Sara Michel vom Nordenholzer Hof und bedankte sich zugleich bei den Gästen für die tolle Unterstützung und den Zuspruch in dieser schweren Zeit. Der Nordenholzer Hof wird ab diesem Donnerstag wieder zu gewohnten Öffnungszeiten, aber mit einem angepassten Konzept für die Gäste da sein.

„In der Küche wird schon wieder fleißig gebrutzelt, das Restaurant wird auf Hochglanz gebracht, die Gläser poliert, Getränke werden kaltgestellt, die Tische eingedeckt, die Speisen- und Saisonkarte auf unserer Website aktualisiert“, so Sara Michel. Die vorgegebenen Regeln für die Gastronomie sind auch hier zu beachten. Das Personal wurde entsprechend von Geschäftsführer Michael Niebuhr „gebrieft“.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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