Westerstede - Am Fahrradmarkt treiben die Elektro-Antriebe den Umsatz an. Und ähnlich ist es nun in der Versicherungsbranche. Die Ammerländer Versicherung aus Westerstede berichtete: Die Beiträge der Versicherten für die Fahrrad-Vollkaskoversicherung nahmen 2019 um 77,5 Prozent auf 5,41 Millionen Euro zu.

Dies bedeute „die höchste Wachstumsrate im Produktportfolio“, freute sich Vertriebsvorstand Gerold Saathoff. E-Bikes und Pedelecs seien „die treibenden Motoren dieser Entwicklung“.

Damit verschieben sich auch Gewichte innerhalb des schnell wachsenden „Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit“ (es gibt keinen Großaktionär und keine Gewinnausschüttung). „Fahrrad“ habe die Unfallversicherung als zweitstärkste Sparte hinter der dominierenden Hausratversicherung abgelöst.

Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen der Ammerländer Versicherung 2019 um 17 Prozent auf 55,05 Millionen Euro. Die Zahl der Versicherten wuchs um 14,9 Prozent auf 629 671. Erstmals in der Firmengeschichte habe man mehr als 600 000 Versicherte, erklärte Vorstandsvorsitzender Axel Eilers.

Die Ammerländer Versicherung, 1923 gegründet. Sie hat die Grenzen „ihres“ Landkreises längst gesprengt – und ist heute bundesweit tätig.

Das starke Wachstum schafft in der Westersteder Zentrale neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten stieg im vergangenen Jahr auf 132 (Vorjahr: 106). Es gibt nun fünf (drei) Auszubildende.

Die Versicherung hatte 2018 ihr neues Firmengebäude bezogen, das wegen des Wachstums erforderlich geworden war. Allerdings werde man „platztechnisch dort bald wieder an die Grenzen stoßen“, meinte Axel Eilers. Deshalb seien Vorbereitungen für die erneute Erweiterung des Firmengebäudes begonnen worden. „Das Bauvorhaben soll noch in diesem Jahr beginnen“, kündigte er an. Die Möglichkeit sei bereits durch die modulare Bauweise des neuen Firmengebäudes mit seinem „Gelenkturm“ und den „Büroflügeln“ eingeräumt worden.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)
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