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nordwest-zeitung

Heimatmuseum Wiefelstede Neues Leben in alten Werkstätten

Jens Schopp

Wiefelstede - Hinter dem Wiefelsteder Heimatmuseum liegt das Freiluftmuseum, in dem in Dauerausstellungen die Geschichte der Bauerschaften des Dorfes gezeigt wird. Das Museum präsentiert eine alte Schmiede, eine Stellmacherei, eine Tischlerei, die ehemalige Schuhmacherwerkstatt von Heinrich Cordes, einen alten Friseursalon, eine Backstube und einen Kolonialwarenladen. Sie stammen aus dem Dorf und zeigen den technischen Stand der 1920er und 1930er Jahre, ­ die frühen Jahre der Elektrifizierung in Wiefelstede, wie es auf der Internetseite des Vereins heißt. „Da Leben reinzubekommen, wäre eine tolle Sache“, so Eckard Klages. Was ihm vorschwebt ist, dass beispielsweise beim Tag der offenen Tür oder anderen Gelegenheiten ein Schmied die Esse in der alten Schmiede anwirft. „Auch kann eine Friseurin im Frisiersalon Frisuren aus den 50er Jahren legen und schneiden“, sagt der Vereinsvorsitzende. Altes Handwerk in historischer Umgebung vorzuführen, würde die Attraktivität des Wiefelsteder Heimatmuseums um ein Vielfaches steigern, ist sich Eckard Klages sicher. Man sei da völlig flexibel.

Ausstellung organisieren

Aber nicht nur neues Leben in den historischen Werkstätten könnten sich die Vereinsverantwortlichen um Klages vorstellen. „Es können sich auch Menschen bei uns engagieren, die vielleicht eine Ausstellung organisieren.“ Auch Personen, die Führungen durch das Museum und den Freiluftbereich durchführen möchten, seien willkommen. Eckard Klages sagt aber auch: „Wenn man sich in die Sache richtig reinhängt, ist das schon zeitintensiv.“ Klages weiß, wovon er spricht. Zurzeit sichtet und wertet er Unterlagen aus. Der ehemalige Lehrer bereitet eine Ausstellung zum 75. Jahrestag „Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai“ vor.

Der Vorstand des Heimatmuseums sucht auch noch eine Gruppe Männer, die den sogenannten Männerflohmarkt am Samstag, 9. Mai, im Museum organisiert. „Eine Truppe kann beispielsweise auch eine Ausstellung im Museumsgebäude zusammenstellen. Wir sind da völlig offen“, sagt Eckard Klages. Völlig offen sei das Museum auch, wenn Menschen mit völlig neuen Ideen für die Wiefelsteder Einrichtung kämen. Aber auch Personen, die an den Öffnungstagen des Museums einfach „nur“ die Aufsicht stellten, würden gebraucht, sagt Eckard Klages. Zu tun gebe es im Heimatmuseum der Gemeinde genug.

Jeder ist eingeladen

Immer mal wieder würde er von Besuchern angesprochen, die sich im Museum engagieren wollen. Das wollen die Macher des Museumsvereins nun kanalisieren. Sie laden zu einer Infoveranstaltung. „Bei der werden wir präsentieren, wo und wie man sich bei uns einbringen kann“, erläutert Eckard Klages. Auch werde darüber informiert, wie viel Zeit zu investieren ist. Aber eben auch für neue Ideen wären die Wiefelsteder Museumsleute an diesem Abend dankbar. „Jeder ist eingeladen, bei uns mitzumachen “, sagt der Vereinsvorsitzende. Wer sich im Wiefelsteder Heimatmuseum in irgendeiner Form einbringen möchte, der kann sich am Mittwoch, 22. Januar, ab 18 Uhr bei der neuen AG „Aktiv im Heimatmuseum“ über die Arbeit in der Einrichtung informieren. 

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