Wiefelstede - Die Klagen der Schulleiterinnen griff Wiefelstedes Bürgermeister Jörg Pieper in der Ratssitzung auf. Das sei nicht nur ein teures Ärgernis für die Gemeinde. Es gehe mittlerweile auch um Sicherheitsaspekte, führte er aus. Beispielsweise, wenn sich Glasscherben in den Sandkästen der Grundschulen finden würden, so Pieper. Er sagte aber auch, dass die Areale der Schulen schwierig zu kontrollieren seien, weil es offene Gelände seien. Und das sollen sie nach dem Willen Piepers auch bleiben.
Das wollen auch Jutta Klages, Leiterin der Oberschule, und Doris Tapken, Rektorin der Grundschule. Beide Einrichtungen teilen sich das Gelände Am Breeden. „Wir wollen, dass sich unsere Schüler auf dem Schulgelände sicher und wohl fühlen“, sagen die beiden Pädagoginnen. Das sei aber nicht immer gewährleistet. Beispielsweise, wenn sich Gruppen von Jugendlichen an der Skateranlage gegenüber den Schulen träfen. „Die Bahn gehört gefühlt zum Schulgelände“, sagt Klages. Einige der Jugendlichen würden sie gar nicht kennen. Tapken und Klages vermuten, sie kämen von auswärts. „Wir sehen nur die Ergebnisse“, berichtet Doris Tapken. Das seien meist Scherben von Flaschen. „Ohne Sinn und Verstand werden die einfach kaputt geworfen“, so die Grundschulleiterin. Aber es geht noch schlimmer: Zum Teil seien Spielgeräte auf dem Spielplatz der Grundschule angesägt worden. Unlängst erst sei eine Schaukel angekokelt worden. „Würden unsere Hausmeister nicht ständig kontrollieren, wäre wahrscheinlich schon Schlimmeres passiert“, mutmaßt Jutta Klages.
Die Hausmeister seien die eigentlich leidtragenden des Vandalismus auf dem Schulgelände, so die beiden Pädagoginnen. Nicht nur, dass sie ständig die Schäden beseitigen müssten, auch würden sie vor allem in den Sommermonaten von der Musik der Jugendlichen in den Nachmittags- und Abendstunden dauerbeschallt.
Mittlerweile hat die Gemeinde einen Sicherheitsdienst für das Gelände des Schulzentrums engagiert. Der verweise die Jugendlichen von den Schulhöfen und nehme auch schon mal die Personalien auf, so Tobias Habben, Stellvertreter im Amt des Bürgermeisters.
Aber nicht nur in Wiefelstede gibt es Ärger rund um die Schule. Auch Sandra Thom, Leiterin der Grundschule Metjendorf, hat Ärger mit Vandalismus. „Bei uns werden sogar die Dachpfannen zerstört oder abgenommen“, berichtet die Rektorin. Das Schulgelände ist zum Teil verwinkelt und kaum einsehbar. Insofern macht sich Thom für weitere Sicherungsmaßnahmen für das Schulgelände stark. Jutta Klages und Doris Tapken sind der Ansicht, dass ein Streetworker einiges rund um ihr Schulgelände entschärfen könnte.
