Wildeshausen - „Kling, Glöckchen, klingelingeling“: Während die Wildeshauser in den Weihnachtsvorbereitungen stecken, hegt die heimische Geschäftswelt schon Pläne für das neue Jahr. So möchte sich der Drogeriemarkt Rossmann nach Angaben seines Expansionsmanagers Stefan Wittassek gern erweitern. Die Verkaufsfläche von rund 500 Quadratmetern im Haus Westerstraße 27 sei zu gering. Dabei sei das Unternehmen mit dem Standort Wildeshausen hoch zufrieden.

Ideal wäre es, wenn der Drogeriemarkt die benachbarte Fläche von gut 270 m² im gleichen Haus nutzen könnte. Dort stehen seit Oktober die Verkaufsräume eines Bekleidungsgeschäfts leer, nachdem die Modekette „Madison“ (Emsbüren/Emsland) überraschend Insolvenz angemeldet hat. Der Insolvenzverwalter habe das Mietverhältnis zum 31. März 2020 gekündigt, sagte Hauseigentümer Thomas Kramer. Er führt mit Rossmann Gespräche, die aber noch längst nicht abgeschlossen seien. Denn bevor sich der Drogeriemarkt erweitert, seien hohe Investitionen in moderne Technik erforderlich. „Energieeinsparung ist dabei ein großes Thema“, sagt Kramer.

Das markante Haus mit der Jugendstil-Fassade, um 1900 von Johann Kramer gebaut, hat eine bewegte Geschichte. Kramers Urgroßvater hatte hier einen Kolonialwarenladen eingerichtet. Seine Eltern Erika und Bernhard Kramer haben hier ein Textilhaus geführt. Ende der 1970er-Jahre zog das Bekleidungshaus Dieler, heute an der Huntestraße zuhause, ein. Am 22. Juli 2005 eröffnete Rossmann den Drogeriemarkt im Kramer-Haus.

Auch außerhalb der Stadtmauern, auf dem Golfplatz in Spasche, tut sich etwas. Dort will Dwayne-Antonio Zeyrek Anfang des Jahres die Gastronomie übernehmen und voraussichtlich am 15. Januar das Lokal „Numero 19“ eröffnen. Da auf dem Golfplatz in 18 Löchern gespielt wird, soll es ein gemütliches „19. Loch" zum Einkehren geben.

Die Familie Zeyrek bringt viel Erfahrung in der Branche mit. Seit über 14 Jahren führen sie die „Pizzathek“ in Wildeshausen, die auch weiterhin bestehen bleiben wird. Im „Adrian’s Steakhouse“ in Zwischenbrücken werden sie noch bis zum Jahresende ein Steakhouse führen.

Der 21-jährige Zeyrek plant ein italienisches Lokal mit einer kleinen und zugleich abwechslungsreichen Karte. „Neben Pizza und Pasta werden wir auch Fleischgerichte wie Schnitzel oder Currywurst mit selbst gemachter Sauce anbieten“, kündigt der Jungunternehmer an. Die Anforderungen des Spielbetriebs auf dem Golfplatz mit Dienstags-, Mittwochs- und Freitagsrunden werden berücksichtigt. Montags und donnerstags ist das Lokal geschlossen und am Wochenende ab 11 Uhr geöffnet. Für besondere Anlässe werden individuelle Gerichte angeboten. „Wir geben Vollgas und freuen uns sehr auf die neue Herausforderung“, sagt Dwayne Zeyrek, der von seinem Vater Servet Zeyrek unterstützt wird.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent