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Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen Förderverein: Mut zum Museum

Wildeshausen - Die Planungen für alle großen Projekte der Stadt Wildeshausen liegen derzeit aufgrund der angeordneten Haushaltssperre auf Eis. Das sei angesichts der Corona-Krise zunächst ein richtiger Schritt gewesen, sagt die Vorsitzende des Fördervereins Urgeschichtliches Zentrum, Dr. Svea Mahlstedt. Sie warnt jedoch davor, die weit gediehenen Planungen für das Museum im alten Feuerwehrhaus leichtfertig aufzugeben.

Co-Finanzierung der Stadt

Für die Sanierung des Feuerwehrhauses stehen Fördermittel zur Verfügung, die eine Co-Finanzierung von einem Drittel durch die Stadt voraussetzen. „Der Rat muss trotz Corona-Krise den Mut haben zu sagen, ,Wir wollen das voranbringen’“, so Mahlstedt. Sie bezieht sich damit auch auf die Aussagen von Minister Olaf Lies bei der Übergabe des Förderbescheids im vergangenen August. Diese Förderung führe zu erheblichen Investitionen, die die Stadt nur anteilig belasteten, aber eine erhebliche Strahlkraft für Wildeshausen auslösen würden. Nach Ansicht des Fördervereins geht es hier nicht um die „Entweder-oder-Frage“, sondern um das sinnvolle parallele Investieren.

Die Vorbereitungen für das Urgeschichtliche Zentrum seien weit vorangeschritten. Zahlreiche Kooperationspartner seien gewonnen worden und erwarteten nun auch eine positive Entwicklung. Die Eröffnung des Urgeschichtlichen Zentrums stehe auch auf der Agenda der Europäischen Straße der Megalithkultur „Megalithic Routes“, erste Fundobjekte seien der Stadt bereits vom Kreismuseum Syke zur Verfügung gestellt worden. Und bei weiteren umliegenden Gemeinden sei kräftig für eine Beteiligung am Projekt geworben worden.

„Im Laufe des letzten Jahres gab es zudem verschiedene Gelegenheiten, die Pläne für das Urgeschichtliche Zentrum Wildeshausen überregional und international vorzustellen. Andere Regionen beneiden uns um unsere gute Infrastruktur und unsere fortgeschrittenen Pläne. Wir arbeiten seit über 15 Jahren darauf hin, das Zentrum zu eröffnen, und sind nicht bereit, jetzt aufzugeben!“, gibt Mahlstedt sich kämpferisch.

Beitrag im Fernsehen

Dass das Thema Archäologie in der Wildeshauser Geest, gerade auch in der jetzigen Zeit, von großem Interesse für die Öffentlichkeit ist, zeigt auch ein Fernsehbeitrag, den der NDR just unter Beteiligung von Svea Mahlstedt an den Großsteingräbern der Region gedreht hat und der nach Angaben des Fördervereins voraussichtlich am Samstag, 23. Mai, um 18 Uhr in der NDR- Nordtour zu sehen sein wird.

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