• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region

Jahresbilanz Der Oldenburgischen Landesbank: OLB mit mehr als 100 Millionen Euro Gewinn

28.03.2020

Oldenburg Auch bei der Oldenburgischen Landesbank (OLB) stehen die Telefone vor allem im Geschäfts- und Firmenkundenbereich in diesen Tagen kaum still. Die Nachfrage nach Unterstützung in Zeiten der Corona-Pandemie ist riesig. „Wie alle Banken und Sparkassen stehen wir vor einer herausfordernd großen Antragsflut“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Klein. Dafür sei die Bank auf allen Ebenen gut aufgestellt. Die oberste Priorität liege darin, den Bestandskunden in der Corona-Liquiditätssicherung über das KfW-Sonderprogramm zu helfen. Inmitten dieser turbulenten Zeiten legte die OLB am Freitag ihre Geschäftszahlen für 2019 vor – und präsentierte dabei einen Rekordgewinn.

Corona-Pandemie

„Uns ist wichtig, die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden bestmöglich zu schützen“, sagt Klein. Mehr als 60 Prozent der Mitarbeiter würden derzeit im Homeoffice arbeiten. Zudem gebe es Schichtarbeit. Kurzarbeit sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.

Etwas mehr als 20 Filialen seien aktuell vorübergehend geschlossen, alle anderen Fililalstandorte seien für den allgemeinen Publikumsverkehr von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Beratungsgespräche würden unter Einhaltung von Schutzvorkehrungen nach wie vor wie vereinbart stattfinden. Wenn es sich einrichten lässt, würden Gespräche über Telefon bevorzugt. In den Filialen werden Plexiglas-Schutzwände für die Kundenbetreuung installiert. „Der Zahlungsverkehr mit allen Bezahlmöglichkeiten steht unverändert zur Verfügung“, betonte Klein. Es gebe keine Engpässe bei der Bargeldversorgung.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Geschäft 2019

Die OLB hat 2019, im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens, erstmals einen Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe ausgewiesen. Der Jahresüberschuss lag bei 109,8 Millionen Euro. 2018 waren es 20,6 Millionen. Die Zahlen sind indes nur bedingt vergleichbar, da die OLB 2018 mit der Bremer Kreditbank (BKB) und dem Bankhaus Neelmeyer (BKB) verschmolzen wurde und 2019 auch noch die Wüstenrot Bank hinzukam. Zudem wirkten sich Sondereffekte, etwa der Verkauf einiger Wertpapiere aus dem Anlagevermögen und eine entgegen der Prognose nahezu stabile Risikovorsorge, aus. „Wir sind kapitalstark, gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet“, meinte Klein.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme, in der alle Vermögenswerte eines Instituts zusammengefasst sind und die so etwas wie der Maßstab für die Größe einer Bank ist, wuchs bei der OLB per 31. Dezember 2019 auf 19,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 19,1 Milliarden). Zum Vergleich: Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) als größte Sparkasse im Nordwesten kam 2019 auf 10,29 Milliarden Euro, die 58 Genossenschaftsbanken in Weser-Ems zusammen auf 30,47 Milliarden Euro. Ende 2019 beschäftigte die OLB 2106 Mitarbeiter (Vorjahr: 2154).

Kredite

Das Kreditvolumen konnte die OLB 2019 auch dank anhaltend niedriger Zinsen um mehr als eine Milliarde Euro im Vergleich zu 2018 steigern – von 14 auf 15,1 Milliarden Euro. Besonders starke Zuwächse verzeichnete die Bank nach eigenen Angaben bei privaten Baufinanzierungen (Neugeschäft plus 15 Prozent) und bei privaten Ratenkrediten (plus 45 Prozent).

Kundeneinlagen

Noch stärker als das Kreditvolumen stieg 2019 das Kundeneinlagevolumen bei der OLB – und zwar von 11,3 Milliarden auf 12,7 Milliarden Euro. Gefragt waren – trotz niedriger Zinsen – vor allem Spareinlagen und täglich fällige Gelder.

Filialen

Die OLB arbeitet, wie berichtet, an einem umfassenden Umbau ihres Filial- und Beratungskonzepts. Die Zahl der Geschäftsstellen mit Personal, insbesondere von Kleinstfilialen, soll um fast die Hälfte reduziert werden. Im Gegenzug sollen in den Geschäftsstellen, die erhalten bleiben, die Beratungszeiten spürbar ausgedehnt werden. Bereits 2019 hatte die OLB von zuvor 135 Filialen rund zwei Dutzend geschlossen und verfügte Anfang 2020 noch über rund 110. Künftig soll es im Kerngeschäftsgebiet im Nordwesten nur noch 16 große sogenannte Kompetenzzentren geben, die 45 Wochenstunden geöffnet sein sollen, und daran angeschlossen 50 bis 60 weitere kleinere Filialen mit drei bis vier Mitarbeitern, die jeweils 25 Wochenstunden geöffnet sein sollen. „Rückgrat“ des Beratungskonzepts soll ein neues Beratungscenter in Oldenburg werden, in dem 250 Mitarbeiter tätig sein sollen und von wo aus sowohl Kunden in Weser-Ems als auch bundesweit beraten werden sollen. Klein bekräftigte am Freitag, dass dieses Center im Laufe dieses Jahres eröffnet wird. Zudem soll das digitale Angebot deutlich ausgebaut werden.

Kunden

Bundesweit betreut die OLB aktuell rund 750 000 Kunden. Allein durch die Verschmelzung mit der Wüstenrot Bank kamen rund 300 000 Kunden hinzu. Die Zahl der Kunden im Kerngeschäftsgebiet Weser-Ems liege „relativ stabil“ bei rund 450 000 Kunden.

Ausblick

Wegen der Coronakrise verzichtete die OLB auf einen konkreten Ausblick für 2020. „Wie sich die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie auf den Geschäftsverlauf auswirkt, kann derzeit nicht valide eingeschätzt werden“, sagte Klein.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2041
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.