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NWZonline.de Region

Empfehlungen Der Verbraucherzentrale: Soll ich meinen Urlaub stornieren?

27.03.2020

Hannover /Düsseldorf Stornieren oder lieber abwarten? Diese Frage stellen sich derzeit viele Urlauber mit geplanten Reisen im Mai oder später im Jahr. Experten der Verbraucherzentrale beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema Reisen:

Bekomme ich das Geld für meinen gebuchten Osterurlaub zurück?

Wegen der bestehenden weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amtes und den Reisebeschränkungen der deutschen Regierung können Reisen, die bis Ende April 2020 – und damit auch in den Osterferien – angetreten werden sollten, nach Ansicht der Verbraucherzentrale Niedersachsen kostenlos storniert werden.

„Dies betrifft unserer Einschätzung nach sowohl Pauschal- als auch Individualreise, da die gebuchten Leistungen zurzeit nicht angeboten werden können“, erklärt Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Wer für die Osterferien beispielsweise eine Auslandsreise mit Flug und Hotel oder eine Unterkunft auf einer deutschen Insel gebucht hat, kann sein Geld zurückverlangen.“ Umbuchungen müssten Kunden in so einem Fall nicht akzeptieren, sagt sie.

Aber Achtung: Grundlage ist deutsches Recht. Etwas anderes könne gelten, wenn jemand etwa eine Unterkunft direkt beim Eigentümer im Ausland gebucht hat und das dortige Recht greift, heißt es bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Soll ich Reisen für den Sommer schon absagen?

Nicht ganz so eindeutig ist die Situation bei Reisen, die nach April 2020 stattfinden sollen. „Solange keine Reisewarnung besteht und die Reisen nicht abgesagt werden, sind Kunden an die bestehenden Verträge gebunden“, sagt Preuschoff. Sie rät daher, in diesem Fall lieber abzuwarten. Denn: Wer jetzt storniere, müsse damit rechnen, die Stornokosten zu tragen – auch wenn die Reise später gar nicht angeboten werden kann.

Was ist zu tun, wenn noch Restzahlungen fällig sind?

Rechtlich ist die Frage ziemlich eindeutig zu beantworten: Reisende sind vertraglich verpflichtet, die Restzahlung zu leisten, wenn sie noch nicht von sich aus storniert haben. „Oft ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt, dass der Vertrag bei Nichtzahlung hinfällig ist und die geleistete Anzahlung einbehalten wird“, erläutert Preuschoff. Dennoch gilt es aus Sicht der Verbraucherschützerin, hier abzuwägen. Denn bei Zahlung – auch unter Vorbehalt – bestehe das Risiko, das gesamte Geld zu verlieren. Dies könne etwa passieren, wenn Kunden die Reise später nicht antreten möchten oder der Veranstalter Insolvenz anmeldet.

„Ein pauschaler Rat ist hier leider nicht möglich“, sagt die Rechtsexpertin. „Wir empfehlen Kunden aber immer, zunächst mit dem Anbieter zu reden. Vielleicht findet sich eine gemeinsame Lösung.“

Hilft mir meine Reiserücktrittsversicherung?

Eine Reiserücktrittsversicherung tritt grundsätzlich nicht ein, wenn es Krisen im Reiseland gibt. Vielmehr greift sie bei Fällen, in denen der Reisende selbst erkrankt oder durch bestimmte Ereignisse (etwa Tod von Verwandten, Arbeitslosigkeit) verhindert ist und nicht wie geplant reisen kann.

Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale NRW könnte allerdings eine Erstattung auch schwierig werden, falls jemand selbst an Covid-19 erkrankt und seine Reise nicht antreten könne oder abbrechen müsse. Der Grund: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Corona inzwischen offiziell als „Pandemie“ eingestuft. Und viele Versicherer sehen in ihren Bedingungen vor, dass „Schäden, Erkrankungen und Tod infolge von Pandemien“ nicht versichert sind. Im Zweifel sollten Verbraucher in die Bedingungen ihres Versicherungsvertrages schauen oder sich, gerade bei teuren Reisen, unabhängig beraten lassen, empfehlen die Verbraucherschützer.

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Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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