NWZonline.de Plus Wohnen

Baugebiet In Barßel: Hier geht erstmal nichts mehr

04.03.2020

Barßel An der Brinkstraße im Barßeler Ortsteil Neuland war in den vergangenen Monaten fleißige Bautätigkeit zu erkennen – die Erschließungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Rund 55 Bauherren könnten jetzt eigentlich anfangen, die Grundstücksverträge für ihr Bauland zu unterschreiben und mit der Errichtung ihrer Häuser zu beginnen.

Doch seit kurzem herrscht absolute Stille im Neubaugebiet. Eine Normenkontrollklage gegen den dort neu aufgestellten Bebauungsplan hat die Großbaustelle auf Eis gelegt. „Alle Grundstücke sind bereits reserviert, doch wir können jetzt erstmal nichts mehr machen und müssen auf die Antwort des Gerichts warten“, sagt Hans-Günther Speckmann, Prokurist bei der Immobilien Development- und Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbh (IDB), eine Tochtergesellschaft der Landessparkasse zu Oldenburg. Die IDB ist für die Vermarktung im Baugebiet zuständig.

Die Klage richtet sich nach Informationen der NWZ gegen die geplanten Ausgleichsmaßnahmen für das neue Baugebiet. „Es ist korrekt, dass es einen Normenkontrollantrag bezüglich des Bebauungsplanes 101 gibt. Aufgrund des laufenden Verfahrens kann ich keine weiteren Auskünfte über diesbezügliche Details machen“, sagt Bürgermeister Nils Anhuth auf Nachfrage unserer Zeitung. Der neue Bebauungsplan überplant eine rund 4,5 Hektar große Fläche. Da der größte Teil bislang landwirtschaftlich genutzt wurde, werden vornehmlich Biotoptypen untergeordneter ökologischer Qualität überplant. Im Süden des Plangebiets musste aber auch ein rund 2000 Quadratmeter großer Mischwald weichen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Dafür sind ökologische Ausgleichsmaßnahmen vorzunehmen. Für die überplante Waldfläche im Süden des Plangebietes ordnete die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Cloppenburg an, dass für die überplanten Waldflächen entsprechende Waldersatzflächen einzuplanen sind, die aufgrund des Alters und der vorhandenen Baumartenzusammensetzung des Mischwaldes mindestens einen Ersatz im Verhältnis 1:1,5 erfordern.

Diese Wiederaufforstung soll auf einer gemeindeeigenen Fläche an der Oldenburger Straße in Elisabethfehn erfolgen. Ob es um diese Flächen geht oder ob ein Privatmann oder eine Gruppe gegen den Bebauungsplan klagt, konnte der Bürgermeister nicht beantworten, da es sich um ein „laufendes Verfahren handelt“. Bis die Baumaßnahmen im neuen Baugebiet wieder aufgenommen werden können, liegt jetzt in der Hand des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Lüneburg. Das Gericht muss die Klage zulassen oder eben nicht. „Über die Schutzwürdigkeit des Antrages wird das OVG Lüneburg entscheiden. Diese Entscheidung bleibt abzuwarten“, so Anhuth weiter.

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2906
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.