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NWZonline.de Plus Wohnen

Absurde Werbung In Edewecht: Haus mit Brett vorm Kopf

10.08.2019

Edewecht Die Überraschung bei Jannick Hanken war groß, ziemlich groß sogar, als er am Abend von der Arbeit kam. Der Edewechter wohnt am Schepser Damm 1 zur Miete und schildert den Schockmoment so: „Meine Freundin war bei mir zu Besuch – am Morgen sagte sie mir, dass da komische Leute auf dem Hof sind, die ein Schild aufbauen.“

Schock nach Feierabend

Hanken, von Beruf Elektriker, machte sich zunächst einmal nichts aus dieser Information. „Ich dachte, die machen irgendwas auf der anderen Straßenseite“, erklärt der 24-Jährige. Selbst als er dann zur Arbeit fuhr und die Arbeiter auf dem Hof sah, dachte er noch an nichts Böses.

Erst als er am Abend nach Hause kam, sah er das ganze Ausmaß dessen, was den Tag über geschehen war. Hanken war stocksauer: „Die Arbeiter waren immer noch da und da stand plötzlich dieses riesige Plakat direkt vor dem Haus.“

Vermieter ein Foto geschickt

„Ich habe die Arbeiter angesprochen, aber die konnten nicht gerade gut Deutsch“, führt Jannick Hanken aus. „Sie fragten mich auf Englisch, ob etwas nicht stimmt, und ich antwortete: ’Guckt euch das doch mal an.’“ In Rage rief Hanken daraufhin seinen Vermieter an. „Ich habe ihm gesagt, dass das ja wohl lächerlich ist mit dem Schild und er meinte, dass das ja nichts mit mir persönlich zu tun hat. Aber ich sollte ihm mal ein Foto davon schicken und das habe ich dann getan.“

Allmählich konnte der Vermieter, der nicht in Edewecht wohnt und mehrere Immobilien vermietet, den Groll von Jannick Hanken verstehen. Denn so war das alles überhaupt nicht geplant gewesen. Eine Werbetafel, das schon, erklärt Hanken weiter, aber mit den Maßen 1,02 mal 1,02 Meter. Und es habe auch nicht an der Hauswand, sondern im Vorgarten stehen sollen. Dieses Ungetüm aber maß nun 3,50 mal 3,50 Meter und verdeckte das halbe Haus. „Es ist ein bisschen zu groß geworden und steht am falschen Platz“, sagt Hanken ironisch.

Großes Interesse an der Riesentafel

„Sie glauben gar nicht, wie viele Leute hier auf den Hof gekommen sind, um zu fragen, ob das wirklich so sein soll, oder wie viele Leute mich über Facebook angeschrieben haben“, fasst der Edewechter das Unfassbare in Worte. Sein Vermieter hat dem Plakat-Unternehmen inzwischen eine Frist gesetzt, die Tafel wieder zu entfernen. „Jetzt will er überhaupt keine mehr“, weiß der Mieter.

Das Unternehmen, das für die Aufstellung verantwortlich ist, ist die Paul Gruppe aus Hagen, das sich auf Plakatwerbung, Mieteinnahmen und Plakatkampagnen spezialisiert hat. Hausbesitzer, deren Immobilie an einer stark frequentierten Straße steht, können Flächen für Plakatwerbung zur Verfügung stellen und diese so an das Unternehmen vermieten - gegen Geld. Genau das hatte wohl auch Jannick Hankens Vermieter vor, allerdings in kleinerem Maßstab und eben im Vorgarten.

Geschäftsführer der Paul Gruppe erklärt

Christian Frohn, Geschäftsführer der Paul Gruppe, versucht, das Missgeschick zu erklären: „Wir sind zwar Besitzer der Werbetafel, aber um deren Aufbau hat sich eine andere Firma gekümmert.“ Die Fläche sei vor Ort abgestimmt und es sei auch ein rechtsgültiger Vertrag darüber abgeschlossen worden, führt er aus. „Ich weiß aber, dass der Vermieter nicht sehr glücklich darüber ist.“

Wie es nun weitergeht, weiß er selbst noch nicht. „Die Geschichte ist ja erst zwei Tage alt“, sagt Frohn, „und es scheint ein großes Durcheinander zu herrschen. Wir recherchieren gerade selbst noch“. Er betont allerdings, dass sein Unternehmen am Schepser Damm nicht einfach irgendetwas hingestellt hat. „Es gibt einen Vertrag und eine Baugenehmigung und das wird geklärt.“

Außendienst-Mitarbeiter

In der kommenden Woche werde ein Außendienst-Mitarbeiter herausfahren und sich die Sache vor Ort mal anschauen.

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Bis auf Weiteres haben die drei Mietparteien am Schepser Damm 1 nun eine riesige Plakatwand vor dem Haus. Wie lange sie dort stehen wird, weiß derzeit niemand. „Ich weiß nur, dass nicht nur der Vermieter, sondern auch die Mieter etwas gegen diesen Werbeträger haben“, gesteht Christian Frohn. Damit hat er wohl recht, denn Jannick Hanken kann das alles immer noch nicht glauben.

Bis zur kommenden Woche, hofft Christian Frohn, dass er mehr Durchblick in dieser Sache hat. „Im Moment kann ich nicht mehr dazu sagen.“

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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