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NWZonline.de Plus Wohnen

Kaum bezahlbare Wohnungen in Zetel

08.01.2020

Zetel In Zetel wird gebaut: An der Jakob-Borchers-Straße entstehen neue Wohnungen und die Volksbank hat ein Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße gebaut. Die neuen Wohnungen, die gebaut werden, sind hochklassig. Doch das bedeutet auch: Menschen, die wenig Geld verdienen, alleinerziehend sind, von Sozialhilfe leben oder nur eine kleine Rente bekommen, können sich diese Wohnungen kaum leisten.

Bürger können mitreden

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp – auch im ländlichen Raum und auch in Zetel. Darüber wollen SPD-Politiker am Freitag, 10. Januar, öffentlich in Zetel diskutieren. Der SPD-Ortsverein Zetel lädt ein zum „Gespräch im neuen Jahr“, das Thema lautet „Wohnraumsituation im ländlichen Raum“. Die Podiumsdiskussion, bei der jeder willkommen ist, beginnt um 19.30 Uhr im Wehdehof an der Neuenburger Straße 12. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Podium diskutieren die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, der niedersächsische Minister Olaf Lies, in dessen Fachbereich auch das Bauen fällt, Frieslands Landrat Sven Ambrosy und Immobilienmakler Mathias Irps-Borchers aus Zetel. Die Diskussionsrunde wird moderiert von Carola Schede. Im zweiten Teil der Veranstaltung können auch die Bürger im Publikum mitreden und Fragen stellen.

Nicht nur in den Großstädten, sondern auch in der Gemeinde Zetel gibt es einen großen Bedarf an günstigem und gutem Wohnraum. Die Gemeinde Zetel ist selbst Vermieter von Wohnungen in einem 14-Familien-Haus Am Wall – diese Wohnungen sind mit einem Quadratmeterpreis von 6,50 Euro auch für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln gedacht. Neulich hatte die Gemeinde eine dieser Wohnungen zur Vermietung frei. „Für diese eine Wohnung hatten wir rund vierzig Anfragen“, sagt Erster Gemeinderat Bernd Hoinke. Die Nachfrage sei enorm.

Mit dem Grundbedürfnis Wohnen werde derzeit viel Geld verdient, sagt Hoinke. „Das hängt auch mit den niedrigen Zinsen zusammen. Menschen legen Geld in Wohnraum an und sie haben großes Interesse an einer großen Rendite. Es fallen diejenigen hinten runter, die nicht in der Lage sind, das zu zahlen. Das ist im Moment ein Dilemma und der Staat schafft es nicht, diesem Trend entgegenzuwirken.“ Jahrelang habe der Bund verschlafen, Anreize für sozialen Wohnungsbau zu schaffen. „Aber der Druck wächst.“

„Die Not ist groß“

Auch in der Gemeinde Bockhorn ist der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum groß: Der Gemeinde liegen aktuell 60 Anfragen vor. Das sagte Bürgermeister Thorsten Krettek jetzt beim Neubürgerempfang der Gemeinde Bockhorn.

Der Zeteler Immobilienmakler Mathias Irps-Borchers, der am Freitag auch mit auf dem Podium sitzt, kann bestätigen: „Die Not ist groß, das ist eindeutig. Ich bekomme rund dreimal die Woche Anfragen von Menschen, die bezahlbare Wohnungen suchen.“ Doch helfen könne er ihnen selten – es gebe einfach kaum guten günstigen Wohnraum. „Das liegt auch daran, dass die Investoren nicht viel Lust haben, Wohnungen zu bauen, die sie günstig vermieten. Denn die Auflagen für Investoren sind hoch, zum Beispiel mit Feuerschutzvorschriften und Klimaschutzauflagen. Daher ist es für Investoren nicht attraktiv, zu bauen und dann günstig zu vermieten.“

Es müsse sich dringend etwas tun, um finanzielle Anreize für Investoren zu schaffen, meint der Makler. „Denn im Moment bleibt ein Teil der Bevölkerung auf dem Wohnungsmarkt außen vor.“

Landrat Sven Ambrosy sieht allerdings auch eine positive Entwicklung. Er betont: „Gemeinsam mit unserer Wohnungsbaugesellschaft Friesland mbH und den Städten und Gemeinden kommen wir dem Bedarf nach und schaffen sozialen Wohnraum. So wurde erst im Herbst das Wohnungsbauprogramm der Wohnungsbaugesellschaft für die nächsten drei Jahre auf den Weg gebracht. Neben den bereits bestehenden Häusern im Landkreis werden zusätzlich je einmal in Schortens und Hohenkirchen sowie zwei Mal in Jever weitere Gebäude mit je 18 Wohnungen und auf Wangerooge ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen entstehen. Alle fünf Grundstücke wurden von den Kommunen eingebracht.“

„Gespräch im neuen Jahr“

Die Podiumsdiskussion zum Thema „Wohnraumsituation im ländlichen Raum“ findet am Freitag, 10. Januar, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Wehdehof an der Neuenburger Straße 12 in Zetel. Diese Podiumsdiskussion ist Teil der Reihe „Gespräch im neuen Jahr“, bei der der SPD-Ortsverein Zetel jedes Jahr im Januar aktuelle Themen aufgreift.

Es diskutieren Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, Umweltminister Olaf Lies, Landrat Sven Ambrosy, und Immobilienmakler Mathias Irps-Borchers. Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Carola Schede, Veranstalter ist der SPD-Ortsverein Zetel.

Jeder ist willkommen und der Eintritt ist frei. Die Bürger können im zweiten Teil der Veranstaltung Fragen stellen und mitdiskutieren.

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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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