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Demonstrationen Großer Protesttag in Israel - Polizei setzt Wasserwerfer ein

Die Polizei setzt einen Wasserwerfer ein, um Demonstranten zu zerstreuen, die in Tel Aviv demonstrieren.

Die Polizei setzt einen Wasserwerfer ein, um Demonstranten zu zerstreuen, die in Tel Aviv demonstrieren.

Ariel Schalit/AP

Tel Aviv (dpa) - Zehntausende Israelis haben im Rahmen eines «Tags des Widerstands» gegen die von der Regierung vorangetriebene Schwächung der Justiz protestiert. Landesweit fanden Kundgebungen und Störaktionen statt.

Zentrale Straßen und mehrere Bahnhöfe im Land wurden laut Medienberichten zeitweise blockiert. Vorübergehend kam der Zugverkehr landesweit komplett zum Erliegen. Unklar war zunächst, ob es einen Zusammenhang mit den Demonstrationen gab. Der israelischen Eisenbahngesellschaft zufolge soll es eine Computerstörung gegeben haben.

Polizei setzt Wasserwerfer ein

Am Abend versammelten sich Zehntausende Menschen im Zentrum der Küstenstadt Tel Aviv. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um Demonstranten von der Autobahn zu vertreiben. Während des Protests kam Israels Präsident Izchak Herzog im Weißen Haus in Washington mit US-Präsident Joe Biden zusammen. Zuvor hatte es bereits Kundgebungen vor der US-Botschaft in Tel Aviv gegeben. Die Organisatoren appellieren an die USA, ihren Einfluss zu nutzen und Israels Regierung an ihren umstrittenen Plänen zu hindern.

Der landesweite Protesttag begann bereits am frühen Morgen. Demonstranten blockierten etwa den Eingang zur Börse sowie zum Hauptquartier des Militärs in Tel Aviv. Weitere forderten vor dem Sitz der größten Gewerkschaft in Israel den Ausruf eines Generalstreiks. Vereinzelt kam es zu gewaltsamen Konfrontationen zwischen Polizisten und Demonstranten. Mehrere Dutzend Menschen wurden laut Polizei vorübergehend festgenommen.

Die Koalition von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu plant, die unabhängige Justiz im Land gezielt zu schwächen. Sie wirft ihr zu viel Einfluss auf politische Entscheidungen vor. Die Regierung will einen wichtigen Teil des umfassenden Gesetzesvorhabens bis Mitte nächster Woche im Parlament verabschieden. Kritiker sehen die Gewaltenteilung und damit die Demokratie in Gefahr. Manche warnen gar vor der schleichenden Einführung einer Diktatur.

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