Wildeshausen - Großer Erfolg für die Aktion „Willkommen in Wildeshausen“: 1447 Unterschriften für eine freundliche Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt hat die Initiative innerhalb weniger Wochen gesammelt.
„Wir freuen uns unglaublich, dass sich so viele Menschen für eine freundliche Aufnahme der zu erwartenden Flüchtlinge aussprechen. Wildeshausen hat hier ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt“, meinen die Initiatorinnen Uta Barth, Silke Grabbe, Kristina Helter und Kreszentia Flauger.
Eine große Anzahl der Unterzeichner haben sogar ihre Kontaktdaten und Hilfsangebote verschiedenster Art hinterlegt. Im Laufe dieser Woche werden die Unterschriftenlisten Bürgermeister Jens Kuraschinski, der unter anderem zu den Erstunterzeichnern gehörte, übergeben. Die Listen werden aber nicht gespeichert, sondern – wie angekündigt – vernichtet.
81 Auslegestellen gab es in der Stadt. Und auch wenn es Menschen gab, die nicht unterschrieben haben – einen Blick und einen kurzen Gedanken haben wohl die meisten unserer Mitbürger darauf verwendet, glaubt die Gruppe. „Damit haben wir auch ein Ziel erreicht.“ Spontan ergaben sich sogar ungewöhnliche Kontakte. So lud etwa ein Politiklehrer die Frauen zu einer Unterrichtsstunde einer elften Klasse der Fachoberschule Sozialpädagogik der BBS ein. Dort gab es einen 90-minütigen Austausch mit interessierten Schülern.
Weitere Anregungen und Angebote sollen jetzt koordiniert werden. Dazu gab es im Beisein des Bürgermeisters bereits ein Treffen mit der Freiwilligenagentur „Misch mit“. „Wir haben den Eindruck, dass diese engagierte Institution sehr gut dazu beitragen könnte, die Hilfsangebote der Bevölkerung gezielt zu vermitteln und die Freiwilligen in ihrem Engagement zu unterstützen. Wir möchten zudem auch Flüchtlingen, die sich selbst ehrenamtlich engagieren wollen, die Möglichkeit dazu geben“, so die vier Frauen.
In der kommenden Woche ist zudem ein Gespräch mit dem Sozialdezernenten des Landkreises, Bodo Bode, geplant. „Im Anschluss daran organisieren wir mit allen Akteuren einen runden Tisch“, kündigen die Initiatorinnen an.
