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NWZonline.de Nachrichten Politik

17-Jähriger macht Peking Angst

01.10.2014

Hongkong Es geht um ihre Zukunft. Die Studenten in Hongkong fordern echte Demokratie. An ihrer Spitze Joshua Wong, 17 Jahre alt. Sein Lebenslauf ist zwar kurz, aber beeindruckend: Schon 2011 – mit 14 Jahren – gründete er in seiner Heimatstadt die Protestbewegung „Scholarism“. Sie verhinderte, dass auch in den Schulen der chinesischen Sonderverwaltungszone Propaganda aus Peking den Lehrplan bestimmt.

In diesen Tagen dirigiert Wong wieder die Massen: Er ist einer der wichtigsten Anführer der Demonstranten, die seit einer Woche mehr Demokratie von Peking fordern. Tausende Protestler harren, auch auf seinen Aufruf hin, im Finanzdistrikt aus. Wong wurde zwischenzeitlich von der Polizei verhaftet.

Die Zusammenstöße zwischen Polizei und Protestierenden, der Einsatz von Tränengas in der Nacht zum Montag hat die Studenten verärgert. Die Ignoranz der Regierung bringt sie in Rage. „Sollten wir aufgeben? – Nein!“, rufen sie selbstbewusst. Mehrmals fällt das Wort Tian’anmen. Bei der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China waren sie entweder Babys oder noch gar nicht geboren. Doch das Massaker um den Platz des Himmlischen Friedens lässt sie nicht los. Dass die Proteste hier ähnlich blutig enden könnten – davor fürchten sie sich.

Die Studenten um Joshua Wong fordern die freie Direktwahl des nächsten örtlichen Regierungschefs und haben am Dienstag dem Amtsinhaber Leung Chun Ying ein Ultimatum gestellt: Bis Mittwoch soll er zurücktreten. Die Lage dürfte sich weiter zuspitzen.

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