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NWZonline.de Nachrichten Politik

Religion: 200 Millionen Christen verfolgt

11.01.2017

Kelkheim Die Verfolgung der Christen weltweit hat nach Darstellung des überkonfessionellen christlichen Hilfswerks Open Doors erneut stark zugenommen. Hatte Open Doors 2016 von mehr als 100 Millionen verfolgten Christen gesprochen, so schätzte das Hilfswerk die Anzahl jetzt auf rund 200 Millionen, heißt es in dem Weltverfolgungsindex 2017, der an diesem Mittwoch in Kelkheim veröffentlicht wird.

Schuld für die Verschärfung ist laut Open Doors vor allem radikaler Islamismus. Aber auch ein wachsender Nationalismus in hinduistisch oder buddhistisch geprägten Staaten Asiens setze Christen massiv unter Druck.

Erneut führt Nordkorea den Weltverfolgungsindex an. Somalia rückt von Platz vier auf Platz zwei vor, gefolgt von Afghanistan, Pakistan, dem Sudan und Syrien. In 35 der 50 aufgeführten Länder ist demnach islamische Unterdrückung Ursache der Verfolgung. In Asien werden die deutlichsten Verschlechterungen verzeichnet – so rückte Indien auf Rang 15 vor.

Für die Verschärfung macht Open Doors neben islamistischen Regimes auch Terrorgruppen wie Boko Haram und Al-Shabaab verantwortlich. Sie gründeten mit finanzieller Hilfe aus Saudi-Arabien Schulen mit extremistischer Prägung, schleusten Anhänger in öffentliche Ämter oder kontrollierten den Moschee-Bau.

Auch im Konflikt um die regionale Vorherrschaft zwischen Iran und Saudi-Arabien gerieten die Christen zwischen alle Fronten. Trotz ihrer tiefen Verwurzelung im Nahen Osten drohe ihnen die völlige Vertreibung. Selbst in Ländern wie Ägypten, deren Machthaber mit harter Hand gegen muslimische Extremisten vorgingen, stünden Christen unter großem Druck.

Am stärksten bedroht sind laut Bericht die Christen, die vom Islam konvertiert sind. Da Abfall vom Islam vielfach mit dem Tod bedroht werde, müssten sie ihren Glauben geheim halten. Dennoch gebe es insbesondere im Iran und in Indonesien wachsende, in geheimen Hausgemeinden organisierte Kirchen.

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