Hatten - Entspannte Gesichter gab es im Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Gemeinde Hatten zu sehen, als Bürgermeister Christian Pundt und Kämmerer Ralf Schumacher die ersten Planzahlen für den kommunalen Haushalt 2016 vorlegten. Der Grund: Trotz erheblicher Investitionen, die in das Zahlenwerk vorsorglich eingerechnet wurden, kann nach heutigem Stand der Ergebnishaushalt ausgeglichen werden.
Die stolze Summe von 8,08 Millionen Euro an Investitionen steckt im Hatter Haushalt für das kommende Jahr. Das ist fast doppelt soviel, wie in den einzelnen Jahren seit 2010 investiert worden ist. Grund sind gleich mehrere dicke Brocken aus der Dorferneuerung (Voßbergweg/Dorfstraße, Ortsdurchfahrt Kirchhatten, Alte Dorfschule Hatterwüsting und Bürgerpark Sandkrug). Diesen Investitionen stehen 5,52 Millionen Euro an Einzahlungen gegenüber – möglich machen dies üppige Zuschüsse in Höhe von 73 Prozent der Gesamtsumme über das Amt für regionale Landesentwicklung.
Nachdem von allen Ämtern im Rathaus die benötigten Mittel gemeldet wurden, schließt der Ergebnishaushalt 2016 nach jetzigem Planungsstand mit einem leichten Überschuss (65 300 Euro) ab.
Der Gemeinde wird es in diesem Haushaltjahr wohl gelingen, den Schuldenstand leicht zu drücken – von 3,37 Millionen Euro (Stand: 1. Januar 2015) auf 3,17 Millionen Euro (31. Dezember 2015). Kämmerer Schumacher geht für 2016 von 2,14 Millionen Euro Kreditaufnahme aus, sollten wirklich alle großen Investitionen in die Tat umgesetzt werden. Darüber zu entscheiden, sei jetzt die Aufgabe der Politik in den nächsten Sitzungen, so Bürgermeister Pundt. Mit steigenden Investitionen nimmt auch die Summe der Abschreibungen zu, was im Haushalt zu einer zusätzlichen Belastung künftiger Haushalte führt. Das will gut abgewogen sein.
Fester Teil des neuen Haushalts ist die Modernisierung der Schulen in der Gemeinde. Grundschulen erhalten u.a. neue PCs, Medien und schalldämmende Decken. „Hattens Haushalt ist ausgesprochen konservativ angelegt. Im Ergebnishaushalt steckt nichts, was auch nur etwas unsicher ist“, betont Pundt. Zum Beispiel geht die Gemeinde erst einmal davon aus, dass sie durch die Selbstvermarktung von Bauland nur die Kosten für den Ankauf wieder hereinbekommt und keinen Gewinn erzielt.
Eines der Hauptziele, das generelle Wachstum der Haushaltsbudgets zu bremsen, ist gelungen. Der verbliebene Anstieg lasse sich zurückführen auf tarifbedingt steigende Personalkosten in der Verwaltung (100 000 Euro) und das Anmieten von Wohnraum für Asylanten (200 000 Euro), so der Bürgermeister.
