Ganderkesee - Bei Einbruchdelikten liegt die Aufklärungsquote in der Gemeinde Ganderkesee „im guten oberen Drittel“. Das teilte Kriminalhauptkommissar Lutz Auffarth, Leiter der Polizeistation Ganderkesee, am Montag bei der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises der Selbsthilfe- und Initiativgruppen der Gemeinde Ganderkesee (A.S.G.) mit. Er klärte dort über die Arbeit der Polizei auf.

„Wir können nicht überall sein“, warb der 49-jährige Stationsleiter um Verständnis, dass man in einer Flächengemeinde nicht ständig Präsenz zeigen könne. Die Wachen in Ganderkesee und Bookholzberg seien werktags von 9 bis 16 Uhr besetzt – aber nicht 24 Stunden täglich, wie manche vermuteten. Nachts sei eine Streife unterwegs. Notfalls komme rasch Verstärkung aus Delmenhorst. Eine Fußstreife werde es in Ganderkesee wohl nicht mehr geben.

Auffarth wies auf die Zunahme von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen („SäM-Delikte“) – darunter der so genannte Enkel-Trick oder Haustür-Geschäfte – hin. Auch durch das Internet sei die Zahl der Straftaten rasant gestiegen. Hier werde die Polizei „am Ball bleiben“.

Weitere Themen bei der A.S.G.-Mitgliederversammlung waren die Berichte des Vorstandes sowie der Kreisbehindertenbeauftragten Rita Rockel. Sie stellte Änderungen im Niedersächsischen Gleichstellungsgesetz vor. Weiterhin ging es um die Umsetzung der Inklusion im Landkreis.