Cloppenburg - Um die Schwimmfähigkeit der Cloppenburger Grundschüler zu verbessern, hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Leiter der Grundschule Galgenmoor, Ralph Meyer, im Auftrag der Politik ein Konzept erarbeitet. Der Schulausschuss hat am Dienstag mit neun Ja-Stimmen bei fünfmal Nein der CDU dem Verwaltungsausschuss und dem Rat zum Beschluss empfohlen, dafür 40 000 Euro in den Haushalt einzustellen.
Die eine Hälfte des Geldes ist für die Einstellung eines zusätzlichen Fachangestellten für Bäderbetriebe auf einer halben Stelle gedacht. Mit der anderen Hälfte kauft sich die Stadt quasi bei sich selbst zusätzliche Zeiten im städtischen Soestebad. Konkret: War das Bad bislang nur bis 13.15 Uhr für den Schulschwimmsport reserviert, können nun im Rahmen des Ganztagsschulbetriebs bis 15.15 Uhr noch freie Zeiten im Soestebad für die Durchführung von schulübergreifenden Schwimmkursen erworben werden.
Die CDU wollte lediglich 20 000 Euro für die Bewilligung weiterer Kurse in den Haushalt einstellen. Sich bereits auf neues Personal festzulegen, sei verfrüht. „Wir wissen doch gar nicht, wie viele Kinder schlussendlich kommen werden“, sagte das christdemokratische Ausschussmitglied Ludger Koopmeiners. Nach den Vorstellungen der CDU sollten künftig die nichtschwimmenden Mädchen und Jungen nach der dritten Klasse erfasst und ihnen Schwimmkurse mit dem vorhandenen Personal angeboten werden. Die Stadt könne nicht alle Aufgaben erfüllen – meinte Karl Kleier (CDU) –, die vom Land nicht erledigt würden.
Die Zahl der „nicht sicher schwimmenden“ Kinder – so UWG-Fraktionschefin Jutta Klaus – sei doch längst erfasst. 38 Prozent der Mädchen und Jungen könnten dies vor dem Wechsel auf die weiterführenden Schulen nicht.
Um diesen Kindern das sichere Schwimmen, das durch das Bronzeabzeichen bestätigt werde, beibringen zu können – so UWG-Ausschussmitglied Maximilian Mayrhofer – sei nicht einmal eine ganze zusätzliche Stelle ausreichend. „Schwimmen ist sauschwer“, meinte der ehemalige Sportschwimmer des Cloppenburger SV.
In Anbetracht auch nur eines Badeunfalls – meinte Franz-Josef Wilken (SPD) – seien für ihn 20 000 Euro „Peanuts“. Ohne zusätzliches Personal – ergänzte Schulleiter Meyer – sei das Konzept nicht zu stemmen.
Dieses sieht darüber hinaus vor, die Eltern mehr in die Pflicht zu nehmen. Deshalb – so Meyer – solle zunächst einmal ein mehrsprachiges Merkblatt erstellt werden, dass dann an die Väter und Mütter verteilt werde.
