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NWZonline.de Nachrichten Politik

Zu viel Antibiotika– 6000 Höfe am Pranger

23.04.2015

Hannover /Im Nordwesten Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) verschärft den Kampf gegen Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung: 6000 von insgesamt 21 000 Mastbetrieben in Niedersachsen müssen dem Oldenburger Laves-Institut bis Ende Juli einen detaillierten „Maßnahmeplan“ vorlegen, „wie sie vom hohen Antibiotika-Einsatz herunterkommen wollen“, sagte Meyer im Interview mit der NWZ . Das sind 28 Prozent aller Mastbetriebe.

Grundlage sind die Daten zum Medikamenten-Gebrauch, die große Mastbetriebe dem Agrarministerium in den vergangenen Monaten melden mussten. Das meiste Antibiotikum wird in der Putenmast eingesetzt, gefolgt von Mastschweinen und Hühnern. „Täglich erhält jede dritte Pute Medikamente. Oder auf das einzelne Tier umgerechnet: Jeden dritten Tag bekommt eine Mast-Pute Antibiotika, bei den Hühnern ist es jeder sechste Tag, ähnlich bei den Ferkeln“, erläutert Meyer: „Das ist enorm viel und kann so nicht bleiben!“

Der Minister verordnet deshalb den größten Antibiotika-Verbrauchern einen strengen Therapieplan. Dabei geht es um teils drastische Einschnitte. Ausnahme: Bei Rindern sind die Gaben oft nur gering, dort werden einzelne Tiere bei Erkrankung behandelt, viele Betriebe setzen überhaupt kein Antibiotikum ein.

Die größte Problemregion beim Antibiotika-Einsatz bleibe das Oldenburger Land. Allerdings erkennt der Minister einen ersten Trend zur Besserung. „Es gibt einen leichten Rückgang“, sagte Meyer. Auch wenn die Zahlen hoch bleiben. Deutschlandweit wurden vor drei Jahren 1700 Tonnen Antibiotika an Tierärzte verkauft und damit an Tiere verabreicht, davon etwa 60 Prozent in Postleitzahlengebieten, die in Niedersachsen liegen. „Aktuell liegen wir bei 1452 Tonnen für 2014, davon gingen 856 nach Niedersachsen und allein 579 Tonnen in die Postleitzahlenregion 49“, erklärt der Minister.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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