Harpstedt - In dieser Woche erhalten die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde Harpstedt wichtige Post: ihre Wahlbenachrichtigungskarte für die Bundestagswahl am 22. September. 8829 Frauen und Männer sind nach Auskunft der Verwaltung in der Samtgemeinde an die Urnen gerufen – gut 30 weniger als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. Darunter sind auch 474 Jungwähler, die aufgrund ihres Alters erstmals an einer Bundestagswahl teilnehmen dürfen. In 13 Wahllokalen können die Stimmberechtigten am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr ihre Kreuze machen.

Doch gut dreieinhalb Wochen vor diesem Termin hatten am Mittwoch bereits 88 Wahlberechtigte ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, wie aus dem Amtshof zu erfahren war. „Das sind Leute, die vielleicht länger verreisen oder im Ausland sind und von dort Unterlagen angefordert haben“, erläutert Andreas Gralheer vom Hauptamt. Wahlunterlagen wurden so beispielsweise nach Schweden, Spanien, Norwegen, Italien oder Frankreich verschickt.

Bei der Abstimmung können die Wahlberechtigten mit ihrer Erst- und Zweitstimme über den Wahlkreisabgeordneten bzw. die Parteien mitentscheiden, die in den Bundestag einziehen. Im Wahlkreis 28 (Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land) treten zehn Direktkandidaten an; 14 Landeslisten von Parteien bzw. politischen Vereinigungen stehen zur Wahl. 2009 holte die CDU in der Samtgemeinde die meisten Stimmen (33,2 Prozent), die SPD lag bei 25,5 Prozent, FDP: 16,9 %, Grüne 11,3 %, Linke 8,9 %.

Die Wahlvorbereitung läuft im Amtshof auf Hochtouren. Das Wählerverzeichnis ist erstellt und kann von Montag, 2., bis 6. September zu den Öffnungszeiten von den Wahlberechtigten eingesehen werden – auch, um gegebenenfalls eine Ergänzung oder Berichtigung zu beantragen.

Am Wahlsonntag wird ein fünfköpfiges Team der Verwaltung im Amtshof die Ergebnisse aus den Wahllokalen entgegennehmen, aufbereiten und an den Landkreis weiterleiten. Auch werden in den 13 Wahlbezirken insgesamt 90 ehrenamtliche Wahlhelfer im Einsatz sein. Eine Besonderheit erwartet sie wie auch die Wähler im Wahlbezirk Colnrade: Dieser ist wiederum in eine repräsentative Wahlstatistik einbezogen. „Dort werden im Wahllokal Stimmzettel mit entsprechenden Alters- und Geschlechtskennzeichnungen herausgegeben“, so die Verwaltung. Eine Änderung gibt es auch im Wahlbezirk Harpstedt-Nord: Dort wird nicht mehr im DRK-Kindergarten gewählt, sondern nun wieder in der sanierten Begegnungsstätte am Tielingskamp.

Wer von der Briefwahl Gebrauch machen will, kommt am einfachsten an die Unterlagen, indem er die Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte ausfüllt und unterzeichnet an die Samtgemeinde zurückschickt. Auch persönlich, per Brief, Telefax oder E-Mail (mit Name, Adresse, Geburtsdatum, Nummer der Wahlberechtigungskarte und Telefonnummer) kann Briefwahl beantragt werden, zudem über die Homepage der Samtgemeinde (www.harpstedt.de).