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NWZonline.de Nachrichten Politik

Demonstration: Zehntausende für Klima auf der Straße

22.06.2019

Aachen Erneut hat das Thema Klimaschutz Zehntausende auf die Straße gebracht. Ein schier unabsehbarer Demonstrationszug wand sich am Freitag durch Aachen. Die Veranstalter von „Fridays for Future“ sprachen von 40 000 Teilnehmern. Menschen aus 17 Nationen seien vertreten gewesen, sagte der Sprecher Cornelis Theuer. Darunter seien Niederländer, Belgier, Franzosen und Briten gewesen. Nach Schätzungen der Polizei lag die Zahl im angemeldeten Rahmen von 10 000 bis 20 000.

Auf Transparenten, in Sprechchören und Reden forderten die Teilnehmer ein schnelles Abschalten der Kohlekraftwerke und andere einschneidende Schritte zur Begrenzung des Klimawandels. Die Atmosphäre: gut gelaunt, aber entschlossen.

„Wir müssen jetzt etwas tun, es ist eigentlich schon zu spät“, warnte Malika Scheller (17) aus Freiburg. Der Klimaschutz sei eine „Existenzfrage“, erklärte Alexander Beck (18) aus Überlingen am Bodensee. Nadja Gosteli (15) aus der Schweiz sagte, sie „nutze jetzt die Chance, etwas zu verändern. Wenn man die Chance hat, ein Held zu sein, sollte man sie nutzen.“ Lange nicht alle Schüler schwänzten den Unterricht, viele Schulen gaben den Freitag als Brückentag zwischen Fronleichnam und dem Wochenende frei.

Die Schüler hatten zahllose Plakate, Schilder und Transparente gebastelt. Mehrere bezogen sich auf das Rezo-Video „Die Zerstörung der CDU“, das vor der Europawahl eine neue Klimaschutz-Debatte entfacht hatte.

Nach eigenen Angaben war Rezo sogar mit dabei. Der junge Mann mit dem blauen Haarkamm verbreitete bei Instagram mehrere Videos der Großdemo. In einer Szene filmte er einen Demonstranten mit einem Plakat, das einen gemalten Rezo zeigte. „Alter, wie cool. Ich bin sogar auf Plakaten drauf.“, lautete sein Kommentar.

Bei einer waghalsigen Aktion hatten sich zwei Kinder von einer Brücke abgeseilt. Zwischen den Seilen spannten sie ein Banner mit der Aufschrift „Eure Gier kostet unsere Zukunft“. Die Polizei beendete die Aktion. Der Protestzug wurde kurz gestoppt.

40 Kilometer entfernt, am Tagebau Garzweiler, kam es zum Katz- und Maus-Spiel zwischen Klimaaktivisten und Polizei. Am Mittag sperrten die Beamten den Bahnhof Viersen, nachdem sich etwa 1000 Aktivisten auf den Weg dorthin gemacht hatten. Die Menschen kamen nach Polizeiangaben aus dem Camp des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“, das Blockaden im Rheinischen Revier angekündigt hatte.

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