ABBEHAUSEN - ABBEHAUSEN/WMZ - Die für den 10. September angesetzte Kommunalwahl sorgt schon heute auf allen politischen Ebenen für rege Betriebsamkeit und ein Quäntchen Nervosität. So verwundert es nicht, dass die bevorstehende Wahl auch bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Abbehausen im „Butjadinger Tor“ das Thema Nr. 1 war. In zwei Extra-Ausgaben der seit über 15 Jahren regelmäßig erscheinenden Ortsteilzeitung „De Abbuser“ wollen die Sozialdemokraten im Sommer ihr Wahlprogramm darstellen, in einem Flyer sollen die Kandidaten vorgestellt werden, und bei einem Grillfest soll das direkte Gespräch mit dem Bürger gesucht werden.
Auf der Kandidatenliste für den Abbehauser Ortsrat werden neben den „alten Hasen“ wie Karlheinz Ranft, Dagmar Schöckel, Horst Milotta, Michael Garbe, Wolfgang Manninga, Hergen Albers und Reiner Gebauer auch Lutz Markwart sowie als Vertreter der Jugend Florian Beyer, Jörn Fuhrken, Tomke Schöckel und Anna-Lena Garbe antreten.
Für den Stadtrat wollen Christian Schöckel, Wolfgang Manninga, Horst Milotta und Karlheinz Ranft und für den Kreistag Karlheinz Ranft und Christian Schöckel kandidieren.
Der Wahlkampfvorbereitung vorangegangen waren die Berichte aus den Gremien: Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Christian Schöckel, gab einen Überblick über die Stadtratsarbeit und ging dabei besonders auf die Eckpunkte des zurzeit im Stadtverband diskutierten Wahlkampfprogramms 2006 ein, auf die Besorgnis erregende Finanzsituation der Stadt und auf das zukunftsweisende Stadtentwicklungs- und Gewerbeentwicklungskonzept. Er beklagte dabei die schleppende Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung, die häufig nicht effektiv und vorausschauend genug handele. Schöckel lobte das Engagement seines ehemaligen Stellvertreters Manfred Wolf gerade in diesem Bereich. Er bedauere ausdrücklich, so Schöckel, dass Wolf das Handtuch geworfen habe. Aber er sei auch sicher, dass der ehemalige Airbusmanager der Fraktion weiterhin als Berater und Ideengeber zur Verfügung steht.
Der stellvertretende Landrat Karlheinz Ranft berichtete aus der Kreistagsarbeit: Die finanzielle Situation sei hier weitaus ernster als bei der Stadt Nordenham. Eine konsequente Konsolidierung sei notwendig. Besonders erwähnte Ranft die Kosten für die Wesermarsch-Klinik, die Verkehrsbetriebe Wesermarsch, den Schülertransport und die Schadstoff-Sanierung der kreiseigenen Gebäude.
