ABUJA/NAIROBI - ABUJA/NAIROBI/DPA/AFP - Im Nigerdelta ist erneut ein Deutscher entführt worden. Der Mann habe für ein Zulieferunternehmen der Ölindustrie gearbeitet, teilte die nigerianische Polizei am Dienstag mit. Er wurde am Vortag zusammen mit zwei Briten und einem Iren aus einem Nachtclub in Port Harcourt verschleppt.
Die Täter haben sich bislang nicht gemeldet. Von dem vor zwölf Tagen entführten Angestellten des Mannheimer Baukonzerns Bilfinger Berger gab es noch kein neues Lebenszeichen. Unterdessen wurden ein Belgier und ein Marokkaner nach einwöchiger Geiselhaft frei gelassen.
Das Auswärtige Amt bemüht sich intensiv um die Freilassung der beiden Deutschen. Die deutsche Botschaft in Abuja stehe in engem Kontakt mit den nigerianischen Behörden, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Angesichts der jüngsten Entführungswelle wurden die Sicherheitshinweise für Nigeria verschärft. Vor einer Reise in die vier Bundesstaaten im Nigerdelta wird jetzt ausdrücklich gewarnt.
Seit Beginn des Jahres wurden mehr als 30 ausländische Mitarbeiter der Ölindustrie verschleppt.
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