Schortens - Nur etwa eine Stunde lang wollte Christian Finkenstaedt am vergangenen Freitag auf seinem Privatweg im Barkeler Busch „ein Zeichen setzen“ und hat mit einem Schlagbaum dafür gesorgt, dass kein Fahrzeug seinen Weg passieren konnte. Denn es wurden, so Finken­staedt, in den vergangenen Monaten immer mehr Fahrzeuge, die den unbefestigten Weg von Ostiem zur Hofstelle in Barkel oder weiter Richtung Café Suutje kaputtfahren. Zudem sei es zunehmend schwieriger für ihn und fünf Anlieger geworden, von oder zu ihren Grundstücken zu gelangen.

Einer der Anlieger an diesem Privatweg sind Peter und Margret Finken­städt vom Verein „Lebensweisen“ und Bruder und Schwägerin des Schlagbaum-Aufstellers. „Es ist ungeheuerlich, dass nicht nur uns als Anliegern sondern auch den Besuchern, die zum Lebensweisen-Projekt wollten, die Weiter- und Durchfahrt unmöglich gemacht wurde“, so Margret Finken­städt. Ihr Mann öffnete das Schloss mit einem Bolzenschneider.

Der Nachbarschaftsstreit ist auch ein jahrelanger Streit unter Brüdern um die Projekte der Lebensweisen in Barkel, die dort auch über die Langsamstraße der Stadt angebunden sind. In diesem Fall geht es, so Christian Finkenstaedt, allerdings um eine angemessene Beteiligung an der jährlichen Wiederherstellung seines Privatweges mit Splitt und Schotter. So lange sich sein Bruder daran nicht beteilige, wolle er von Zeit zu Zeit den Privatweg sperren. Alle Nachbarn hätten einen Schlüssel für das Schloss. Peter Finkenstädt nicht. Er denkt nun daran, die vertrackte Lage gerichtlich klären zu lassen.